Zwei Spaziergänger in der Kälte | Bildquelle: dpa

Frost in Deutschland Bitterkalt - bis zu minus 26 Grad

Stand: 28.02.2018 08:17 Uhr

Deutschland hat eine noch kältere Nacht als zuletzt hinter sich. Bis morgen bleibt es noch frostig, zum Wochenende sollen die Temperaturen jedoch wieder steigen. Bislang sind hierzulande vier Menschen erfroren.

Die vergangene Nacht war in weiten Teilen Deutschlands noch einmal kälter als die Nächte zuvor. Außergewöhnlich kalt war es im Norden: In Lübeck und auf dem Brocken im Harz fielen die Nachttemperaturen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf minus 20, in Hamburg auf bis zu minus 15 Grad. In den Alpen lagen die Temperaturen zwischen minus 20 und minus 26 Grad. Auf der Zugspitze war es mit minus 26 Grad etwas milder als in der Nacht zum Dienstag, als dort minus 30 Grad gemessen worden waren.

Hoch "Hartmut": Schnee und Eis im Norden Deutschlands
tagesschau 12:00 Uhr, 28.02.2018, Alexander Westermann, NDR

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Kälterekord in NRW

In Nordrhein-Westfalen wurde gar der Kälterekord vom Dienstag schon wieder eingestellt. In der Eifel wurden minus 18 Grad gemessen, auf dem Kahlen Asten minus 16 Grad. So kalt war es in NRW bislang im gesamten Winter nicht.

Auch tagsüber herrscht bundesweit Dauerfrost. Heute werden zwischen minus neun und minus einem Grad und am Donnerstag zwischen minus sieben und null Grad prognostiziert.

Vier Kältetote in Deutschland

Um Obdachlose vor dem Frost zu schützen, fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe Aufenthaltsräume, die auch tagsüber geöffnet haben. Es reiche nicht aus, nur nachts Unterkünfte anzubieten und die Obdachlosen morgens wieder auf die Straße zu schicken, kritisierte Geschäftsführerin Werena Rosenke. "Man kann auch tagsüber erfrieren." In diesem Winter habe der Verein deutschlandweit bereits vier Kältetote registriert.

Europaweit wurden seit Freitag mindestens 24 Kältetote gezählt. Das Rote Kreuz entsandte Helfer und forderte die Menschen auf, auf Nachbarn und Verwandte zu achten. Rettungsteams der Organisation stellten Tausenden Menschen Unterkünfte und medizinische Betreuung zur Verfügung.

Verkehr ohne größere Probleme

Der Verkehr auf den deutschen Straßen lief in der vergangenen Nacht ohne größere Probleme. "Es ist kalt, aber mehr nicht", sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Nordrhein-Westfalen. Aus Bayern hieß es: "Alles ruhig, alles schön." Das sächsische Lagezentrum meldete: "Furchtbar kalt, aber von gefährlicher Glätte nichts zu sehen."

Eingefrorene Segelschiffe liegen auf der Ostseeinsel Poel im Eis. | Bildquelle: dpa
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Im Werfthafen von Kirchdorf auf der Ostseeinsel Poel sind diese Segelschiffe im wahrsten Sinne des Wortes eingefroren.

Deutlicher Temperaturanstieg zum Wochenende

Zum Wochenende erwarten die Meteorologen in Deutschland wieder mildere Temperaturen - pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang morgen. Dank Hoch "Ulrike" wird es dann entlang des Rheins langsam milder. Am Sonntag sind demnach am Oberrhein sogar zweistellige Plusgrade möglich, und auch das übrige Deutschland ist den Dauerfrost los. Die Wetterumstellung bringt allerdings Niederschläge mit sich. Vom Südwesten breiten sich am Freitag Schnee und vermutlich auch Regen in Richtung Osten aus, Glatteis kann die Folge sein.

Hamsterkäufe in Irland

Die eisige Kälte hat weiterhin auch andere europäischen Länder fest im Griff. In Irland löste eine Schneesturmwarnung Hamsterkäufe aus. Viele Iren nahmen die Aufforderung der Behörden, angesichts der für Donnerstag erwarteten Schneemassen auf unnötige Reisen zu verzichten, ernst und deckten sich mit Vorräten für die kommenden Tage ein. Der Wetterdienst sagte den stärksten Schneefall seit 1982 voraus. Einen Ansturm gab es vor allem auf Frischwaren wie Brot, Milch und Gemüse. In sozialen Netzwerken wurden Fotos von geplündert aussehenden Lebensmittelgeschäften und leeren Regalen veröffentlicht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Februar 2018 um 09:00 Uhr.

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