Polizisten beim G20-Gipfel in Hamburg | Bildquelle: dpa

Razzien zu G20-Krawallen Polizei geht von geplantem Angriff aus

Stand: 05.12.2017 13:44 Uhr

Nach den Razzien bei mutmaßlichen G20-Gewalttätern hat die Polizei Details bekanntgegeben. Demnach ging es dabei um Ausschreitungen während eines Polizeieinsatzes im Stadtteil Bahrenfeld. Der Vorwurf: schwerer Landfriedensbruch.

Bei einer Pressekonferenz hat die Hamburger Polizei Details zu den Razzien bei mutmaßlichen G20-Gewalttätern bekanntgegeben. Im Zentrum der Untersuchungen standen demnach die Ereignisse am Morgen des 7. Juli im Stadtteil Bahrenfeld rund um die Straße Rondenbarg. Dort seien aus einer Gruppe dunkel gekleideter und teilweise vermummter Personen heraus Steine und pyrotechnische Gegenstände auf Beamte geworfen worden. Die Polizei wollte mit der Razzia in acht Bundesländern nun Beweise für Anklagen sichern.

Laut dem Leiter der Sonderkommission "Schwarzer Block", Jan Hieber, wurden am Morgen mehr als 20 Wohnungen durchsucht. Die Razzia habe sich gegen 22 Beschuldigte gerichtet. Auch zwei linke Zentren in Göttingen und Stuttgart seien durchsucht worden. Die Einsätze hätten sich nicht gegen die Projekte, sondern dort wohnende Beschuldigte gerichtet.

Hieber machte deutlich, dass die Ermittler an einen geplanten Angriff glauben. Man gehe davon aus, dass die Aktion nicht zufällig passiert sei, sondern dass es Absprachen gegeben habe.

Razzien in Wohnung und Zentren der linksautonomen Szene
tagesschau 20:00 Uhr, 05.12.2017, Thomas Berbner, NDR

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35 Handys sichergestellt

Der Vorwurf gegen die Beteiligten: schwerer Landfriedensbruch. Die Einschätzung Hiebers: "Es handelte sich - lassen Sie mich das klar sagen - um einen in seiner Gesamtheit gewalttätig handelnden Mob." Bei den untersuchten Personen liege nicht nur einfacher Tatverdacht, sondern dringender Tatverdacht vor.

Bei den Durchsuchungen seien 26 Laptops und Computer, 35 Handys und weitere Speichermedien wie USB-Sticks sichergestellt worden. Festnahmen gab es nicht.

Die Polizei kündigte auch eine große Öffentlichkeitsfahndung an. Es seien noch für diesen Monat umfangreichere Maßnahmen als bisher in dieser Hinsicht geplant, sagte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer.

Der G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg war von schweren Krawallen überschattet. Randalierer hatten unter anderem Barrikaden und Autos in Brand gesteckt sowie Polizisten angegriffen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Dezember 2017 um 12:00 Uhr.

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