DeutschlandTrend |

ARD-DeutschlandTrend Mehrheit der Deutschen lehnt Hilfen für Spanien ab

Stand: 20.07.2012 03:39 Uhr

52 Prozent der Bundesbürger finden es nicht richtig, dass nun auch Spanien finanzielle Hilfe zur Bewältigung der Euro- und Finanzkrise erhalten soll. Das hat eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des ARD-Morgenmagazins ergeben. 38 Prozent der Befragten halten die Hilfe hingegen für richtig.

Euro-Krise: Finanzhilfen für Spanien? | null

52 Prozent der Bundesbürger finden es nicht richtig, dass nun auch Spanien finanzielle Hilfe zur Bewältigung der Euro- und Finanzkrise erhalten soll.

Gestern hatte der Bundestag eine Milliardenhilfe für spanische Banken in einer Sondersitzung mit großer Mehrheit gebilligt. Insgesamt sind für die Banken Kredite in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro vorgesehen. Die Hilfsaktion ist die erste, bei der Geld aus dem vorläufigen Euro-Rettungsfonds EFSF zur Stützung von Banken bereitgestellt werden soll.

Im DeutschlandTrend wurden 1000 Bürger auch nach einem möglichen militärischen Eingreifen in Syrien gefragt. 44 Prozent sind demnach der Meinung, die NATO sollte im Auftrag der Vereinten Nationen in Syrien intervenieren und Präsident Baschar al Assad stoppen. 43 Prozent der Befragten äußerten hingegen die Ansicht, dass die NATO sich nicht einmischen sollte.

Zum Vergleich: Im August 2011 waren 42 Prozent der Deutschen der Meinung, die NATO solle eingreifen. 47 Prozent sagten vor einem Jahr, man solle den Konflikt den Syrern überlassen.

FDP unter der Fünf-Prozent-Hürde

Bei der Sonntagsfrage gab es kaum Veränderungen. Nach dem DeutschlandTrend liegt die CDU/CSU bei 35 Prozent. 30 Prozent der Bürger würden der SPD ihre Stimme geben.

Die Grünen liegen aktuell  bei 14 Prozent der Wählerstimmen. Für die Piraten würden sich acht Prozent der Bürger entscheiden. Die Linkspartei erhält sechs Prozent. Die FDP bekommt demnach vier Prozent der Stimmen.

Im Vergleich zum DeutschlandTrend vom 5. Juli 2012 haben die Piraten einen Prozentpunkt gewonnen. Die Linkspartei hat einen Prozentpunkt verloren. Die Stimmen für die Union, SPD, FDP und Grünen sind unverändert.

Rot-Grün käme somit auf 44 Prozent. Die Regierungskoalition hat insgesamt 39 Prozent der Bürger hinter sich.

Bilderstrecke

ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin