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ARD-DeutschlandTrend Klimaschutz - nur 15 Prozent für Verbote

Stand: 01.08.2019 22:22 Uhr

Bahntickets günstiger machen, Flugreisen verteuern - in der Klimadebatte liegen viele Vorschläge auf dem Tisch. Laut ARD-DeutschlandTrend spricht sich eine breite Mehrheit der Deutschen für Anreize aus - und gegen Verbote.

Von Friederike Hofmann, WDR

In der Diskussion um Klimaschutz ist für die Mehrheit der Bürger klar: Verbote kommen bei ihnen nicht gut an. Knapp drei Viertel der Befragten finden Anreize besser als Verbote, um die Bevölkerung zu einem klimabewussteren Verhalten zu bewegen.

Das heißt konkret: 72 Prozent sprechen sich für Anreize aus, um klimafreundliches Verhalten zu fördern. 15 Prozent der Befragten finden Verbote besser, um klimaschädliches Verhalten einzuschränken.

Wie werden konkrete Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz in der Bevölkerung gesehen? Die Befragten konnten sagen, ob sie die Maßnahmen für sinnvoll oder nicht sinnvoll halten. Sehr breite Zustimmung gab es bei der Förderung von Innovation und Forschung: 97 Prozent der Befragten halten dies für eine sinnvolle Maßnahme.

Umwelt- und Klimaschutz
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Umwelt- und Klimaschutz: Verbote vs. Anreize

71 Prozent für höhere Flugpreise

Den Ausbau erneuerbarer Energien halten 92 Prozent für sinnvoll, niedrigere Preise für Bahnfahren ebenfalls 92 Prozent. 71 Prozent der Befragten halten höhere Preise für Flugreisen für sinnvoll.

Den Umstieg von Verbrennungsmotor auf alternative Antriebe bei Autos begrüßen 60 Prozent. Weniger Zustimmung erhält die Ausweitung des Emissionshandels für Unternehmen. Dieser wird von 41 Prozent der Befragten für sinnvoll gehalten, die Einführung einer CO2-Steuer von 35 Prozent der Befragten.

Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz
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Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz

Fester Betrag im Monat fürs Klima

Wenn es darum geht, jeden Monat einen festen Betrag zum Klimaschutz zu bezahlen, gehen die Meinungen auseinander. 21 Prozent der Befragten sind nicht bereit, dafür monatlich Geld auszugeben. Ebenfalls 21 Prozent der Befragten können sich einen Betrag von 1 bis 25 Euro monatlich vorstellen. 20 Prozent würden 26 bis 50 Euro ausgeben, 14 Prozent 51 bis 100 Euro und 7 Prozent wären bereit, mit 101 Euro und mehr den Umwelt- und Klimaschutz zu unterstützen.

Persönlicher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz (mtl.)
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Persönlicher monatlicher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz

SPD nur noch bei zwölf Prozent

Es gibt eine Partei, die Klimaschutz seit längerem für sich verbuchen kann und die kann sich auch in dieser Sonntagsfrage behaupten: Die Grünen liegen unverändert bei 26 Prozent. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union ebenfalls auf 26 Prozent, plus 1 Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat. Die AfD erreicht 14 Prozent (+1). Die SPD 12 Prozent (-1). Die FDP kommt unverändert auf 8 Prozent, die Linke verliert einen Punkt und kommt auf 7 Prozent.

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ARD-DeutschlandTrend vom 01. August 2019

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl

Sonntagsfrage zur Bundestagswahl

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/ Dual Frame
(Relation Festnetz-/Mobilfunknummern 60:40)
Disproportionaler Ansatz (West/Ost 70:30)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)***

Fallzahl: 1003 Befragte
Erhebungszeitraum: 29. bis 30. Juli 2019
Frage zur Wiedervereinigung:
Fallzahl: 1146 Befragte
Erhebungszeitraum: 29. bis 31. Juli 2019
Sonntagsfrage:
Fallzahl: 1503 Befragte
Erhebungszeitraum: 29. bis 31. Juli 2019
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen;
Sonntagsfrage mit separater Gewichtung
Schwankungsbreite: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte

Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von fünf Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent
*** Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden. Denn für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Diese betragen im Falle eine Erhebung mit 1000 Befragten bei großen Parteien rund drei Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa einen Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler für kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gründen wird deshalb keine Partei unter drei Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.

ARD-DeutschlandTrend August 2019
Friederike Hofmann, WDR
01.08.2019 18:02 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 01. August 2019 um 22:15 Uhr.

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