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ARD-DeutschlandTrend SPD sackt auf 19 Prozent ab

Stand: 26.01.2018 08:27 Uhr

Schlechte Nachrichten für die SPD: Im ARD-DeutschlandTrend rutscht die Partei auf magere 19 Prozent. Auch was die Koalitionsgespräche mit der Union angeht, gibt es miese Werte für die Genossen.

Die SPD ist in der Gunst der Wähler unter die 20-Prozent-Marke gerutscht. Im ARD-DeutschlandTrend für das Morgenmagazin erreichen die Sozialdemokraten nur noch 19 Prozent, zwei Punkte weniger als bei der Erhebung vor drei Wochen. Das ist der niedrigste Wert, den infratest dimap seit Beginn des DeutschlandTrends im November 1997 gemessen hat.

Die CDU/CSU bleibt unverändert bei 33 Prozent. Die AfD liegt in der Sonntagsfrage bei zwölf Prozent (minus eins). Die Grünen bleiben stabil bei elf Prozent. Linkspartei und FDP legen jeweils einen Punkt zu auf zehn Prozent.

Sonntagsfrage |

Wenig Chancen auf Erfolge bei Koalitionsverhandlungen

In den anstehenden Koalitionsverhandlungen mit der Union sehen die Bundesbürger wenig Chancen, dass die SPD die Nachforderungen durchsetzen kann. 58 Prozent erwarten demnach nur wenig Veränderungen der Sondierungsergebnisse, 14 Prozent gar keine. Dagegen erwarten 18 Prozent, dass die SPD viele ihrer Forderungen durchsetzen kann.

Koalitionsverhandlungen |

Die SPD-Anhänger sind dabei kaum optimistischer als die der anderen Parteien. Nur rund ein Viertel erwartet, dass alle (ein Prozent) oder zumindest viele (25 Prozent) der Forderungen der SPD durchgesetzt werden können. Sieben von zehn SPD-Anhängern rechnen mit wenig (65 Prozent) oder keinen Veränderungen (6 Prozent).

Wie viele Forderungen kann die SPD durchsetzen? |

Bei den Forderungen geht es um ein Aus für sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen, ein Eindämmen der Zwei-Klassen-Medizin sowie eine zusätzliche Härtefallregelung für den Familiennachzug von Flüchtlingen.

SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles sprach sich im ARD-Morgenmagazin zudem erneut für eine Bürgerversicherung aus - ein Thema, das die Union strikt ablehnt. Nahles will sich dafür einsetzen, zumindest einen Einstieg zu bekommen. So sei es für gering verdienende Beamte oft günstiger, gesetzlich versichert zu sein. Beamte sollten frei entscheiden können, sagte sie.

Wenig Impulse mit neuer Grünen-Spitze

Thema im ARD-DeutschlandTrend sind auch die Grünen, die auf ihrem Parteitag neue Vorsitzende wählen wollen. Im Rennen sind Robert Habeck, Anja Piel und Annalena Baerbock. Die neue Doppelspitze löst das Duo Cem Özdemir und Simone Peter ab. Die Mehrheit der Deutschen geht davon aus, dass den Grünen der Wechsel an ihrer Spitze nicht viel neue Impulse für künftige Wahlen bringen wird.

Neue Parteispitze der Grünen |

So sagen 67 Prozent laut ARD-DeutschlandTrend, dass die Grünen mit einer neuen Parteispitze nicht besser aufgestellt sein werden. Nur knapp ein Viertel der Befragten (23 Prozent) sieht die Grünen dagegen mit neuen Vorsitzenden für künftige Abstimmungen besser positioniert. Die Grünen-Anhänger sind in der Frage gespalten, was der Wechsel der Partei bringen wird. Weniger als die Hälfte (44 Prozent) erwartet von der künftigen Führung laut Umfrage neue Impulse für kommende Wahlen, 52 Prozent rechnen nicht mit wesentlichen Veränderungen.

Sind die Grünen mit neuer Spitze besser aufgestellt? |

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 1043 Wahlberechtigte
Erhebungszeitraum: 22. bis 24. Januar 2018
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 26. Januar 2018 um 04:00 Uhr.