DeutschlandTrend

DeutschlandTrend

ARD-DeutschlandTrend GroKo ist nicht der Favorit

Stand: 07.12.2017 22:15 Uhr

Die Mehrheit der Deutschen lehnt eine Neuauflage der GroKo ab. Laut ARD-DeutschlandTrend fänden nur 45 Prozent eine solche Konstellation gut, 52 Prozent lehnen sie ab. Eine Minderheitsregierung hat viele Anhänger, FDP-Chef Lindner sackt dagegen ab.

Von Ellen Ehni, WDR

Den Gedanken, dass Deutschland in Zukunft wieder von einer Großen Koalition regiert werden könnte, finden 45 Prozent der Deutschen gut. 52 Prozent fänden eine Koalition aus CDU/CSU und SPD weniger gut oder schlecht. Das hat eine Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend ergeben.

ARD-DeutschlandTrend: Zustimmung zu einer Großen Koalition
tagesthemen 22:15 Uhr, 07.12.2017

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Eine knappe Mehrheit steht einer Neuauflage der GroKo zwar immer noch verhalten gegenüber, doch die Zustimmung zur Neuauflage steigt: Im DeutschlandTrend Anfang Oktober fand eine Große Koalition 33 Prozent Zustimmung, Anfang November dann 37 Prozent. Nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen lag die Zustimmung in der DeutschlandTrend Extra-Befragung am 20. November bei 39 Prozent. Jetzt liegt der Rückhalt wieder auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorfeld der Bundestagswahl.

Keine GroKo? Dann unionsgeführte Minderheitsregierung

Sollte es nicht zu einer Neuauflage der Großen Koalition kommen, spricht sich eine knappe Mehrheit (nämlich 51 Prozent) für eine Minderheitsregierung der CDU/CSU aus, 45 Prozent würden sich in diesem Fall Neuwahlen wünschen. Damit freunden sich immer mehr Deutsche mit der Idee einer möglichen Minderheitsregierung an: In der DeutschlandTrend Extra-Befragung am 20. November, kurz nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen, sprachen sich 29 Prozent für eine Minderheitsregierung der Union aus, Anfang November waren es nur 20 Prozent.

Dass Martin Schulz weiter an der Spitze der SPD steht, sehen die Deutschen mehrheitlich kritisch: nur 32 Prozent der Befragten sagen, dass Schulz der richtige Parteivorsitzende ist, um die SPD zu erneuern - 62 Prozent sagen das nicht.

FDP-Chef Lindner verliert deutlich an Rückhalt

Dass Deutschland zweieinhalb Monate nach der Bundestagswahl erst ganz am Anfang einer Regierungsbildung steht, ist auch der Tatsache geschuldet, dass die FDP die Jamaika-Sondierungsgespräche beendet hat. Christian Lindner hat gerade nochmal unterstrichen, wie richtig und endgültig diese Entscheidung für ihn ist. Doch bei den Deutschen büßt er an Zustimmung ein: mit der Arbeit des FDP-Chefs sind aktuell nur 28 Prozent der Bürger zufrieden - 17 Punkte weniger im Vergleich zu Anfang November vor dem Abbruch der Sondierungsgespräche. Zuletzt war er im April 2017 ebenso schlecht bewertet.

Interessant ist es, bei der Zustimmung zu Christian Lindner auf die Parteianhänger zu schauen - schließlich hatte die FPD ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl auch knapp 1,4 Millionen Wählerstimmen aus dem Unionslager zu verdanken. Von den FDP-Anhängern sind aktuell 80 Prozent zufrieden mit seiner Arbeit (-10 im Vergleich zu Anfang November). Von den Unions-Anhängern sind 30 Prozent zufrieden mit der Arbeit von Christian Lindner(-30). Letztendlich büßt der FDP-Vorsitzende bei allen politischen Lagern an Zustimmung ein, außer bei den Anhängern der AfD: Diese sind aktuell zu 64 Prozent zufrieden mit seiner Arbeit (+25).

Angela Merkel büßt weiter an Zustimmung ein

In der Liste der beliebten Politiker erreicht Außenminister Sigmar Gabriel diesen Monat 65 Prozent Zustimmung (+8 Punkte im Vergleich zum DeutschlandTrend Anfang Oktober). Mit der Arbeit des Parteivorsitzenden der Grünen, Cem Özdemir, sind 57 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden (+3 Punkte im Vergleich zum Vormonat). Das ist der höchste Wert, der im ARD-DeutschlandTrend bisher für ihn gemessen wurde. Bundeskanzlerin Angela Merkel verliert im Vergleich zum Vormonat 3 Punkte und kommt auf 54 Prozent Zustimmung. Das ist ihr schlechtester Wert seit Oktober 2016.

Der Chef des Bundeskanzleramtes und Interims-Finanzminister Peter Altmaier (CDU) erreicht 40 Prozent Zustimmung. Mit der Arbeit der SPD-Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles sind 40 Prozent zufrieden (+2 im Vergleich zum Vormonat). Mit der Arbeit von Olaf Scholz, dem Ersten Bürgermeister von Hamburg und stellvertretenden SPD-Vorsitzenden, sind 39 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden. Der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz erhält 39 Prozent Zustimmung (+4 im Vergleich zum Vormonat), Umweltministerin Barbara Hendricks 35 Prozent (-2 Punkte im Vergleich zum DeutschlandTrend Anfang September). Der CSU-Vorsitzende und bayrische Noch-Ministerpräsident Horst Seehofer gewinnt im Vergleich zum Vormonat 3 Punkte und kommt auf 31 Prozent Zustimmung.

1/19

ARD-DeutschlandTrend vom 07. Dezember 2017

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Leichte Veränderung bei der Sonntagsfrage

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, dann bliebe die Union stärkste Kraft mit 32 Prozent - zwei Punkte mehr als im Vormonat. Die SPD bleibt stabil bei 21 Prozent, die AfD bei 13 Prozent. Die FDP verliert drei Punkte und landet bei 9 Prozent. Die Linke verbessert sich um einen Punkt und kommt auf 10 Prozent; die Grünen sind unverändert bei 11 Prozent.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/ Dual Frame
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)***

Fallzahl: 1004 Befragte
Erhebungszeitraum: 04. bis 05. Dezember 2017
Sonntagsfrage: 1504 Befragte
Erhebungszeitraum: 04. bis 06. Dezember 2017
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte

Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von fünf Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent
*** Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden. Denn für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Diese betragen im Falle eine Erhebung mit 1000 Befragten bei großen Parteien rund drei Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa einen Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler für kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gründen wird deshalb keine Partei unter drei Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 07. Dezember 2017 um 22:15 Uhr.

Korrespondentin

Ellen Ehni Logo WDR

Ellen Ehni, WDR

@EEhni bei Twitter

Archiv DeutschlandTrend

DeutschlandTrend Banner
Monat:
Darstellung: