Eine Person scannt per Handy den QR-Code für den digitalen Impfnachweis. | dpa

Digitaler Impfnachweis Per QR-Code zu mehr Reisefreiheit

Stand: 10.06.2021 08:22 Uhr

Er soll das Reisen gerade in der anstehenden Urlaubszeit erleichtern - der digitale Impfnachweis. Heute will Bundesgesundheitsminister Spahn Einzelheiten vorstellen. Klar ist: Auch hier ist etwas Geduld gefragt.

Von Hans-Joachim Vieweger, ARD-Hauptstadtstudio

Schritt für Schritt soll er ausgerollt werden, der digitale Impfpass. Für alle, die schon vollständig geimpft sind - inzwischen fast 19 Millionen Bundesbürger - soll es die Möglichkeit geben, dies nachträglich digital bestätigt zu bekommen.

Apotheken stehen dafür ab kommenden Montag bereit, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mitgeteilt hat. Freilich mit dem Hinweis, dass nicht jede Apotheke dies von Anfang an technisch leisten können wird.

Kein Verzicht auf die Papierform

Wer künftig seine zweite Corona-Impfung bekommt, soll bereits in den Praxen oder Impfzentren einen digitalen Nachweis bekommen. In der Regel wird dazu ein QR-Code auf einem Papier ausgedruckt, der dann wiederum mit dem Smartphone eingelesen wird.

Das ist alles freiwillig - den gedruckten gelben Impfausweis wird es weiterhin geben. Der digitale Impfnachweis soll zum einen über die neue Anwendung namens CovPass angezeigt werden, zum anderen soll dies auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes erfolgen. Hier ist bei vielen Smartphones bereits jetzt ein Update möglich.

 EU-Staaten sollen Zertifikat gegenseitig anerkennen

Das EU-Parlament hat den Weg für einen EU-weit gültigen Corona-Ausweis frei gemacht. Damit soll das Reisen ab dem 1. Juli erleichtert werden: Mit dem Ausweis, entweder digital oder in Papierform mitsamt QR-Code, soll ein zweifelsfreier Nachweis über erfolgte Impfungen, negative Tests oder eine überstandene Corona-Erkrankung erfolgen.

Innerhalb der EU müssen die Zertifikate der jeweiligen Mitgliedsländer gegenseitig anerkannt werden. Acht Mitgliedsstaaten stellen das EU-Impfzertifikat bereits aus. Nach Angaben der EU-Kommission sind dies Bulgarien, Dänemark, Griechenland, Kroatien, Litauen, Polen, Spanien und Tschechien. 

tagesschau.de überträgt die Pressekonferenz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn per Livestream. Sie können sie ebenso im TV auf tagesschau24 verfolgen. Die Pressekonferenz beginnt voraussichtlich um 12 Uhr.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Juni 2021 um 09:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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covid-strategie 10.06.2021 • 14:33 Uhr

Wann hört es auf?

Ein sehr guter Gastbeitrag von Uwe Volkmann auf Zeit online. Sehr zu empfehlen. https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-06/corona-massnahmen-staat-... „ Wir werden nur dann wirklich zurück in die Freiheit finden, wenn wir vom Staat kein Rundum-sorglos-Paket in der Pandemiebekämpfung erwarten.“ Ein QR-Code für mehr Reisefreiheit ist da genau das falsche Signal. Wir sollten das schnellsten wieder abschaffen und Impfungen wieder Privatangelegenheit werden lassen...