Klaus Reinhardt auf dem Podium beim 122. Deutschen Ärztetag in Münster. | Bildquelle: dpa

Nachfolger von Montgomery Reinhardt neuer Ärzte-Präsident

Stand: 30.05.2019 14:13 Uhr

Die Bundesärztekammer hat einen neuen Präsidenten. Der 59-jährige Klaus Reinhardt aus Bielefeld folgt auf Frank Ulrich Montgomery, der acht Jahre lang an der Spitze der Ärtzevertretung auf Bundesebene stand.

Der 122. Deutsche Ärztetag hat in Münster Klaus Reinhardt zum Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. Der Vorsitzende des Hartmannbundes und Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe setzte sich im dritten Wahlgang mit 124 zu 121 Stimmen gegen Martina Wenker aus Niedersachsen durch. Wenker wäre die erste Frau an der Spitze der Bundesärztekammer gewesen.

Die 250 Delegierten hatten im dritten Wahlgang 249 Stimmen abgegeben. Darunter waren drei Enthaltungen und eine ungültige Stimme.

Klaus Reinhardt, Präsident Bundesärztekammer, zu seinem Amtsantritt
MoMa, 31.05.2019

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Montgomery trat nicht mehr zur Wahl an

Die Amtszeit als Präsident der Bundesärztekammer beträgt vier Jahre. Reinhardt tritt die Nachfolge von Frank Ulrich Montgomery an. Montgomery stand acht Jahre lang an der Spitze der obersten Ärztevertretung auf Bundesebene. Der 66-jährige Radiologe hatte zuvor erklärt, dass er nicht mehr zur Wahl antreten werde.

Frank Ulrich Montgomery auf dem Podium des Deutschen Ärztetags in Münster. | Bildquelle: FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX
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Frank Ulrich Montgomery trat nach acht Jahren an der Spitze der Bundesärztekammer nicht wieder zur Wahl an.

Seit 2015 im Vorstand der Ärztekammer

Der 59-jährige Reinhardt ist Allgemeinmediziner und seit 2015 im Vorstand der Bundesärztekammer. Der neue Präsident wurde 1960 in Bonn in eine Medizinerfamilie geboren. Ende 1993 übernahm er die Praxis der Eltern in Bielefeld und führt diese heute zusammen mit einem Partner. Nach eigener Angabe behandelt er noch zwei bis drei Mal in der Woche Patienten. Er ist Vater von vier Kindern.

Als Präsident der Bundesärztekammer vertritt er die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung. Sie ist die Interessensvertretung von knapp 500.000 Medizinern in Deutschland. Den Vorstand bilden der Präsident und zwei Vizepräsidenten sowie zwei vom Deutschen Ärztetag gewählte Ärzte. Die Präsidenten der Landesärztekammern sind per Amt Teil des Vorstandes.

Der Deutsche Ärztetag wird auch "Parlament der Ärzteschaft" genannt. Er tagt einmal jährlich an wechselnden Orten. Zu dem Kongress entsenden die 17 deutschen Ärztekammern jeweils Delegierte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Mai 2019 um 14:00 Uhr.

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