Zahlreiche Fußgänger laufen durch die weihnachtlich geschmückte Innenstadt von Düsseldorf. | Bildquelle: dpa

Virologin Brinkmann im Interview "Weihnachten birgt große Gefahren"

Stand: 08.12.2020 21:54 Uhr

Weihnachten mit zehn Familienangehörigen - das ist aus Sicht der Virologin Brinkmann riskant. Sonst drohe im Januar ein weiterer Anstieg der Infektionen. Im tagesthemen-Interview forderte sie, die Empfehlungen der Leopoldina umzusetzen.

Die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig hat sich für baldige schärfere Kontaktbeschränkungen ausgesprochen. Treffen an Weihnachten mit zehn Personen seien "aus virologischer Sicht zu viel. Man sollte sich auf die allernötigsten Kontakte konzentrieren." Sie sprach sich gegen die mancherorts geplanten Lockerungen über die Festtage aus. "Da liegt eine sehr große Gefahr. An Weihnachten rücken wir nah zusammen, besuchen unsere Verwandten. Und im Januar können wir dann damit rechnen, dass die Infektionszahlen wieder steigen, wie wir es in den USA gesehen haben nach dem Thanksgiving-Fest." Ein Grund sei, dass Schutzmaßnahmen in privaten Räumen nur schwer durchzusetzen seien.

Melanie Brinkmann, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, zu den strengeren Corona-Maßnahmen
tagesthemen 22:45 Uhr, 08.12.2020

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Zahlen lassen sich senken

Mit Blick auf die Empfehlungen der Leopoldina Akademie der Wissenschaften erklärte Brinkmann, sie halte die Empfehlungen für sinnvoll. "Meine Hoffnung ist, dass dieses Papier ernst genommen wird, dass die Politik diese Empfehlungen umsetzt und das besser heute als morgen." Ein harter Lockdown ab Weihnachten bis zum 10. Januar sei sinnvoll, da das Land dann eh zur Ruhe komme. Viele Betriebe würden eh schließen und es seien Schulferien. Der wirtschaftliche Schaden sei so geringer. Es sei realistisch, die Infektionszahlen drastisch zu senken - wenn alle Menschen mitmachten.

Gleichzeitig warnte sie, es brauche eine langfristige und einheitliche Strategie. Denn das nächste Jahr werde "noch einmal anstrengend. Die Impfung wird uns erst Ende des nächsten Jahres Erleichterung verschaffen." Es brauche einen Stufenplan, damit jeder Bürger wisse, was bei welchem Inzidenzwert an Maßnahmen notwendig sei. Deshalb brauche es vor allem eine klare Kommunikation der Politik.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 08. Dezember 2020 um 22:45 Uhr.

Darstellung: