Covid19-Impfstoff von biontech/Pfizer | picture alliance / ZUMAPRESS.com

Angepasster Corona-Impfstoff Studienergebnisse "in kommenden Wochen"

Stand: 01.06.2022 19:11 Uhr

Seit Januar testet BioNTech eines auf die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs in einer klinischen Studie. Diese wurde zwischenzeitlich um mehrere neue Kohorten erweitert. In den nächsten Wochen sollen Ergebnisse vorliegen.

Der Pharmahersteller BioNTech rechnet in den kommenden Wochen mit Ergebnissen aus den klinischen Studien zu Impfstoffen gegen die Omikron-Variante des Coronavirus. "Die Zulassungsbehörden werden auf Basis der klinischen Daten das weitere regulatorische Vorgehen festlegen, das für eine mögliche Genehmigung eines angepassten Impfstoffes notwendig sein wird", sagte BioNTech-Chef Ugur Sahin auf der Hauptversammlung des Mainzer Unternehmens. Je nach Entscheidung der Zulassungsbehörden könnte dann zwischen August und dem Herbst ein angepasster Impfstoff genehmigt werden, sagte er.

Mehr als zwei Milliarden Dosen vorbestellt

Für einen Impfstoff gegen die derzeit vorherrschende Omikron-Variante des Sars-CoV-2-Virus hatten BioNTech und der US-Pharmariese Pfizer im Januar klinische Studien gestartet. Darin werden verschiedene Impfstoffkandidaten auf Sicherheit und Wirksamkeit getestet. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Sahin zufolge Ende Juni ein Treffen geplant, bei dem Vorgaben gemacht werden sollen, was die Behörde von den an die Omikron-Variante angepassten Vakzinen erwartet. Sahin sagte, er rechne auch für die EU-Arzneimittelbehörde EMA mit einem solchen Schritt.

Mit Stand von Ende April seien bei Pfizer und BioNTech rund 2,4 Milliarden Dosen des Omikron-Impfstoffs vorbestellt worden.

Neue Medikamente in den nächsten Jahren möglich

BioNTechs Finanzchef Jens Holstein sagte, das Unternehmen rechne für dieses Jahr mit einem Umsatz zwischen 13 und 17 Milliarden Euro. Zu den wichtigsten Zielen gehörten die Weiterentwicklung der bestehenden Corona-Impfstoffe und die Entwicklung von Impfstoffen "der nächsten Generation".

Die bei den Corona-Impfstoffen erfolgreich genutzte mRNA-Technologie solle auch für Therapien gegen andere Krankheiten genutzt werden, etwa Autoimmun- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In den nächsten drei bis fünf Jahren könnten womöglich auch neue Medikamente im Kampf gegen Krebs und Infektionskrankheiten auf den Markt kommen.