Demonstranten in Spanien

Zehntausende demonstrieren Spanier protestieren gegen Sparkurs

Stand: 03.04.2014 23:15 Uhr

In mehr als 50 spanischen Städten haben Zehntausende Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert. Die Proteste, zu denen die Gewerkschaftsverbände UGT und CCOO aufgerufen hatten, standen unter dem Motto. "Stoppt die Kürzungen! Haltet die Politik der Austerität auf!" In der Hauptstadt Madrid zogen mehrere tausend Demonstranten hinter einem großen Transparent mit der Aufschrift "Die Sparpolitik muss enden" durch die Straßen. Sie schwenkten dabei rot-weiße Gewerkschaftsfahnen.

Demonstranten in Spanien

Zehntausende Spanier gingen auf die Straße.

Die Teilnehmer der Kundgebungen verlangten eine Politik für mehr Wachstums und die Schaffung von Arbeitsplätzen. An den Protesten beteiligten sich auch Politiker der Sozialisten und der Vereinten Linken.

Arbeitslosigkeit weiter hoch

Spanien ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone. Das Land leidet noch immer unter den Folgen der 2008 geplatzten Immobilienblase. Das damals von der Regierung auf den Weg gebrachte umfangreiche Sparprogramm, mit dem die Schuldenlast verringert und das Vertrauen in den Bankensektor wiederhergestellt werden sollte, verschärfte die Lage für zahllose Menschen im Land drastisch. Zwar verbesserte sich zuletzt die Lage, und das Land entkam Ende vergangenen Jahres nach Einschätzung der Zentralbank der Rezession. Die Arbeitslosigkeit verharrt jedoch weiter auf sehr hohem Niveau bei rund 26 Prozent. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren liegt die Arbeitslosenrate sogar bei mehr als 50 Prozent.

Spaniens konservativer Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte angekündigt, dass er für die zweite Hälfte der Legislaturperiode keine weiteren drastischen Einsparungen oder Steuererhöhungen plane.

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KOMMENTARE

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TripleA 04.04.2014 • 04:57 Uhr

@raffix 02:13

Wenn Sie schon mit der Exponentialfunktion kommen, haben Sie sich schon einmal überlegt, was passiert, wenn der der Faktor vor dem Exponenten exponentiell abnimmt, etwa in der Art exp(exp(-x)*x)? Viel Spaß beim Nachdenken :) (Es ist eine mathematisch recht hübsche kleine Funktion -- gut zum Einstieg in die Kurvendiskussion geeignet.) Mit anderen Worten, der notwendige Crash ist natürlich Blödsinn, und der Zins spiegelt letzten Endes die Tatsache wieder, das in einer Wirtschaft gearbeitet und produziert wird. Den Spaniern wird Ihr zinsloses Geldsystem jedenfalls nicht auf die Beine helfen. Man wird sehen, ob Reformen (die wesentlich wichtiger sind als das Sparen, auch in Griechenland) positive Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt haben. Zu wünschen wäre es uns allen.