Kevin Spacey | Bildquelle: AP

Beweismittel-Handy ist weg Verfahren gegen Spacey vor dem Aus

Stand: 09.07.2019 08:44 Uhr

Das Verfahren gegen Kevin Spacey wegen sexueller Nötigung könnte bald eingestellt werden. Ein Handy mit Beweismaterial ist plötzlich verschwunden - und das mutmaßliche Opfer verweigert die Aussage.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

Der Mann, der Kevin Spacey wegen sexueller Nötigung angezeigt hatte, will nicht mehr gegen den Schauspieler aussagen. Damit hat Spacey gute Chancen, dass die Anklage gegen ihn fallen gelassen wird.

Hintergrund ist das Verschwinden des Handys des mutmaßlichen Opfers. Es spielt bei der Anklage eine Rolle, weil damit Textnachrichten und ein Video des Übergriffs verschickt wurden. Das alles wurde ausgewertet und das Handy dem Besitzer zurückgegeben. Die Verteidigung will es jedoch noch einmal untersuchen, um festzustellen, ob etwas Wichtiges gelöscht wurde. Die vorhandenen Daten und Screenshots deuten darauf hin. Und jetzt ist das Handy plötzlich weg.

Entscheidung fällt Ende Juli

Das mutmaßliche Opfer von Spaceys Übergriffen, ein damals 18-jähriger Mann, versichert, nichts gelöscht zu haben. Die Mutter dagegen soll vor dem Verfahren Dinge gelöscht haben, die sie für peinlich hielt. Aber da das Löschen von Beweismaterial in den USA ein strafbares Verbrechen ist, befürchtet der junge Mann nun, sich selbst belasten zu können. Deshalb macht er von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch.

Der Richter hat dies anerkannt, will im Gegenzug alle bisherigen Aussagen streichen. Damit ist es wahrscheinlicher geworden, dass das Verfahren eingestellt wird und Kevin Spacey straffrei bleibt. Die Entscheidung fällt Ende Juli.

Prozess gegen Kevin Spacey: Mutmaßliches Opfer will nicht mehr aussagen
Arthur Landwehr, ARD Washington
09.07.2019 08:02 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 09. Juli 2019 um 07:34 Uhr.

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