Sendungsbild

Fall der 13-jährigen Russlanddeutschen Russlands Propaganda-Feldzug geht weiter

Stand: 14.04.2018 16:58 Uhr

Längst ist klar: Das 13-jährige russlanddeutsche Mädchen wurde nicht von Migranten vergewaltigt - doch die russische Propaganda-Maschine läuft weiter. Mithilfe von Staatsmedien und Schauermärchen will Putin seine größte Gegenspielerin in Europa schwächen.

Von Birgit Virnich, ARD Moskau
IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

avatar
Silberdrache 01.02.2016 • 09:44 Uhr

Traurig

Als die Russland-Deutschen nach Deutschland (zurück)kamen, begegnete man ihnen hier mit vielen Vorurteilen. Man warf ihnen vor, zu großen Teilen Kriminelle zu sein und/oder ins Land geholt worden zu sein, um die deutsche Kultur mit dem, was sie aus Russland kulturell mitbrachten, zu zerstören. Heute hört man die gleichen Vorurteile über die Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen und statt Verständnis für die Situation dieser Menschen aufzubringen, die der eigenen bei der Ankunft hier gar nicht so unähnlich ist, lassen sich viele Russland-Deutsche sogar noch vor den Karren spannen, diese Voruteile und die verbreiteten Lügen weiter anzuheizen. Besonders schräg dabei ist, dass man den deutschen ÖR Unglaubwürdigkeit vorwirft, weil es Fälle von politischer Einflussnahme gegeben hat, dem russischen Staatsfernsehn aber vertraut, obwohl dort die Nachrichten nicht nur beeinflusst, sondern sogar von der Regierung vorgeschrieben werden... Wirklich traurig und auch ziemlich gefährlich.