Madrid | Bildquelle: VICTOR LERENA/EPA-EFE/Shuttersto

Einschätzung des RKI Tirol und Madrid sind Risikogebiete

Stand: 14.03.2020 12:20 Uhr

Angesichts steigender Fallzahlen gelten nun auch die spanische Hauptstadt Madrid und das österreichische Tirol offiziell als Risikogebiete. Gesundheitsminister Spahn rät Reise-Rückkehrern, sich selbst in Quarantäne zu begeben.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die internationalen Coronavirus-Risikogebiete ausgeweitet: Seit Freitagabend gelten auch das Bundesland Tirol in Österreich und die spanische Hauptstadt Madrid offiziell als Gebiete, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Derzeit gelte das außerdem für die Länder Italien und Iran sowie die Region Grand Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) und Provinzen in China und Südkorea.

In Tirol wurden nach Angaben der Behörden seit Freitagabend weitere 34 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet, davon 21 mit Verbindungen zum Paznauntal mit den Touristenorten Ischgl und Galtür sowie St. Anton. Die Regierung stellte beide Regionen am Freitag unter Quarantäne. Heute kam auch Heiligenblut in Kärnten mit seinem Skigebiet unter Quarantäne. Ausländische Gäste durften abreisen.

"Bleiben Sie zwei Wochen zu Hause"

Angesichts dieser Entwicklung forderte das Bundesgesundheitsministerium alle kürzlich aus Italien, Österreich oder der Schweiz Zurückgekehrten auf, sich selbst in Quarantäne zu begeben. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", erklärte das Ministerium von Jens Spahn. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht".

Bisher war ein solcher Schritt überwiegend nur für Menschen empfohlen worden, die Symptome einer Covid-19-Erkrankung wie etwa Fieber zeigen. Vor allem in Italien und der Schweiz breitet sich die Krankheit stark aus, in Österreich ist besonders das Bundesland Tirol betroffen.

Falschmeldungen dementiert

Außerdem sah das Ministerium sich gezwungen, Falschmeldungen über die Epidemie zu dementieren. Entgegen vieler Gerüchte im Netz seien keine weiteren Maßnahmen geplant. "Es wird behauptet und rasch verbreitet, die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT!"

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. März 2020 um 12:00 Uhr.

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