Putin Tiergarten Mord | Bildquelle: YURI KOCHETKOV/EPA-EFE/REX

Mord im Tiergarten Putin gibt falsche Aussage zu

Stand: 19.12.2019 14:55 Uhr

Der Fall des ermordeten Georgiers im Berliner Tiergarten sorgte für eine Krise zwischen Berlin und Moskau. Nun hat Präsident Putin eingeräumt, dass es nie ein offizielles Auslieferungsgesuch gegeben hat.

Präsident Wladimir Putin hat in dem Fall des ermordeten Georgiers in Berlin eingeräumt, dass es nie ein offizielles Auslieferungsgesuch gegeben habe. Darüber sei nur auf Geheimdienstebene gesprochen worden, sagte der Kremlchef in Moskau.

Von deutscher Seite sei signalisiert worden, dass der von Russland gesuchte Georgier nicht nach Moskau ausgeliefert werde, erklärte Putin auf seiner Jahres-Pressekonferenz. Deshalb sei auf ein offizielles Gesuch verzichtet worden.

In Berlin hatte es zuletzt mehrfach geheißen, dass man nichts von einem russischen Auslieferungsersuchen wisse. Russland hatte Deutschland dagegen vorgeworfen, den Mann trotz eines Gesuchs nicht auszuliefern. Putin deutete nun als Erklärung an, dass die Politik womöglich nichts von Kontakten auf Geheimdienstebene gewusst und es deshalb widersprüchliche Aussagen gegeben habe.

Jahrespressekonferenz: Putin räumt falsche Aussage ein
tagesschau 20:00 Uhr, 19.12.2019

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Kreml weist Verstrickungen zurück

Der 40 Jahre alte Georgier, der in der russischen Teilrepublik Tschetschenien auf der Seite der Separatisten gekämpft haben soll, war am 23. August in Berlin erschossen worden. Der mutmaßliche Täter, ein Russe, sitzt in Untersuchungshaft und schweigt. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt staatliche Stellen in Russland oder der Teilrepublik Tschetschenien, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Der Kreml hat immer wieder Verstrickungen in dem Fall zurückgewiesen.

Der Fall belastete daraufhin die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Beide Länder wiesen jeweils zwei Botschaftsmitarbeiter aus.

Polizeibeamte untersuchen den Tatort in Berlin-Moabit. | Bildquelle: REUTERS
galerie

Polizeibeamte untersuchen den Tatort in Berlin-Moabit. Der Mordfall führte zu Verstimmungen zwischen Russland und Deutschland.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 19. Dezember 2019 um 16:45 Uhr.

Darstellung: