Anthony Albanese (3.v.r) bei der Besichtigung von Überschwemmungsschäden in der Gegend von Fitzroy Crossing in Australien | dpa

Überschwemmungen in Australien Premier verspricht schnelle finanzielle Hilfen

Stand: 09.01.2023 11:59 Uhr

Nach der Jahrhundertflut im Nordwesten von Australien hat Premierminister Albanese versprochen, den betroffenen Menschen finanziell schnell zu helfen. Nun zieht das Unwetter weiter und die Bewohner der Ostküste müssen sich auf Starkregen einstellen.

Australiens Premierminister Anthony Albanese hat die Flutregion Kimberley im Nordwesten von Australien besucht und schnelle finanzielle Hilfen versprochen. Albanese brach seinen Urlaub ab, um ins Katastrophengebiet zu fliegen und sich ein Bild von der Lage zu machen.

"Wir wissen, dass die Rechnung massiv sein wird, und meine Regierung ist entschlossen, in Partnerschaft mit der Regierung von Western Australia jede Unterstützung zu leisten, die wir können", erklärte der Regierungschef.

Heftigster Regen seit 100 Jahren

Tagelange starke Regenfälle hatten Dutzende Dörfer und Ortschaften in der auch bei Touristen beliebten Region in riesige Seen verwandelt. Am schlimmsten traf es die Gemeinde Fitzroy Crossing, die zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten war. Viele Bewohner mussten per Hubschrauber ausgeflogen werden. Für die Verbliebenen verteilten Hilfskräfte Lebensmittel - ebenfalls per Hubschrauber.

Zwar ließ der Regen zuletzt nach, aber einige Städte könnten noch tagelang von der Außenwelt abgeschnitten sein. Der Minister für die Notdienste in der Region, Stephen Dawson, sagte: "Wir haben so einen Regen schon seit mindestens 100 Jahren nicht mehr gesehen. Es ist schockierend, wie hoch das Wasser steht."

Auch Teile des Great Northern Highway, der die Metropole Perth mit der nördlichen Hafenstadt Wyndham verbindet, sind weiter unpassierbar. Hier seien erhebliche Investitionen in die Reparaturarbeiten nötig, betonte Albanese. "Dies ist die Hauptverkehrsader, die den Bundesstaat Westaustralien mit dem Norden verbindet, bis hinüber ins Northern Territory."

Heftige Niederschläge an Ostküste erwartet

Die extremen Regenfälle seien Ausläufer des tropischen Zyklons "Ellie", der vor zwei Wochen aufs Land getroffen war, sagten Meteorologen. Seit vergangener Woche war das Sturmtief langsam aus Western Australia abgezogen. Nun nimmt es Kurs auf Queensland an der Ostküste. Auch dort würden schwere Niederschläge erwartet, warnten Meteorologen.

Dabei ist in Australien gerade Sommer. Metereologen hatten zuletzt in mehreren Regionen vor Hitze gewarnt - samt möglichen Buschbränden etwa im Bundesstaat Victoria oder im Northern Territory.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. November 2022 um 13:06 Uhr.