Französische Soldaten und Anwohner der Stadt Gao stehen vor einem Panzer

Verantwortung soll schrittweise an Afrikaner gehen Frankreich will ab März Truppen aus Mali abziehen

Stand: 06.02.2013 00:44 Uhr

Frankreich will schon bald mit einem Truppenabzug aus Mali beginnen: "Ich denke, wenn alles wie geplant klappt, sollte die Zahl der französischen Truppen von März an sinken", sagte Außenminister Laurent Fabius der französischen Zeitung "Metro".

Die Streitkräfte würden im Norden allerdings ihre Aktionen fortsetzen, wo sich weiterhin Terroristen aufhielten. Ob die Luftangriffe auf die Rebellen fortgesetzt würden, sagte der Minister nicht. "Die Afrikaner und Malier selbst sollen die Garanten für die Sicherheit, territoriale Integrität und Souveränität des Landes sein", sagte Fabius. Schritt für Schritt sollten sie die Verantwortung übernehmen und für die Sicherheit und die Stabilität im Land sorgen.

Der französische Außenminister Laurent Fabius.

Frankreichs Außenminister Fabius kündigte den baldigen Truppenabzug an.

Mali würde sich über langfristige Unterstützung freuen

Frankreichs Präsident François Hollande hatte in den vergangenen Wochen mehrfach einen baldigen Rückzug angekündigt. Derweil hatte Malis Übergangsregierung mitgeteilt, sie würde sich über eine langfristige Unterstützung der Franzosen freuen.

Frankreich war seiner früheren Kolonie Mali am 11. Januar im Kampf gegen die Islamisten zu Hilfe geeilt, nachdem diese immer weiter auf den von Regierungstruppen gehaltenen Süden vorgerückt waren. Gemeinsam mit malischen Truppen drängten die französischen Soldaten die Extremisten in das Grenzgebiet zu Algerien zurück. Derzeit sind 4000 französische Soldaten in Mali im Einsatz. Truppen der Westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS sollen sie bald ersetzen.

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KOMMENTARE

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madri02 06.02.2013 • 08:31 Uhr

Geographie?

Davon abgesehen, dass Mali noch nie ans Mittelmeer gegrenzt hat (auch ein "Staat Azawad" nicht) wird es denke ich Zeit dass die diversen Verschwörungstheoretiker einsehen dass sie leider daneben lagen. In dem Konflikt ging es doch zuletzt gar nicht mehr um einen "Staat Azawad". Dieses 2011 von Islamisten & Tuareg erkämpfte Gebiet war doch von vornerein nur ein Trick der Terroristen. Man könnte auch sagen, die Tuareg wurden von den Islamisten übers Ohr gehauen mit ihrem 'eigenen Staat'. In Wirklichkeit verfolgten die Terroristen nämlich ganz eigene Pläne: ein streng-islamisches Sultanat mit Scharia & allem drum und dran, in dem sie munter ihre Dschihad-Krieger ausbilden können. DESHALB hat Frankreich eingegriffen - weil man einen Terrorstaat vor der Haustür Europas eben nicht unbedingt gebrauchen kann. Große Verlierer sind dabei die Tuareg, die von Islamisten veräppelt & Mali bekämpft werden, und immer noch keinen eigenen Staat haben.