Das brennende Hochhaus in London | Bildquelle: AFP

Großbrand in London 27-stöckiges Wohnhaus steht in Flammen

Stand: 14.06.2017 08:41 Uhr

In London steht seit der Nacht ein Wohnhaus lichterloh in Flammen. Hunderte Feuerwehrleute und Rettungskräfte sind am 27-stöckigen Grenfell Tower im Westen der Stadt im Einsatz. Mindestens 30 Menschen sind verletzt. Ob noch Menschen in dem Gebäude eingeschlossen sind, ist unklar.

Im Zentrum Londons steht seit der Nacht ein 27-stöckiges Wohnhaus in Flammen. Auch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers kämpft die Feuerwehr gegen die Flammen. Im Grenfell Tower befinden sich 120 Wohnungen. Rettungskräfte teilten mit, sie hätten 30 Menschen mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Ob noch Menschen in dem Gebäude eingeschlossen sind, ist unklar.

25 Stockwerke stehen in Flammen

Die Feuerwehr ist eigenen Angaben zufolge mit 200 Leuten und 40 Löschfahrzeugen im Einsatz. Das Haus brenne vom zweiten bis zum 27. Stock, hieß es. Die Ursache sei noch unklar. Anwohner wurden gebeten, die Gegend nordwestlich vom Hyde Park zu meiden. Eine nahe gelegene Schule blieb geschlossen. Angrenzende Gebäude wurden wegen der Löscharbeiten evakuiert.

"Großer und schwerwiegender Vorfall"

Londons Bürgermeister Sadiq Khan schrieb auf Twitter, dass ein Großeinsatz ausgerufen worden sei. Feuerwehrsprecher Dan Daly sagte, die Einsatzkräfte trügen Atemmasken, die Arbeit sei extrem hart und die Bedingungen sehr schwierig. "Das ist ein großer und sehr schwerwiegender Vorfall." Man habe zahlreiche Helfer und Spezialisten entsandt.

"Mit Asche bedeckt"

Fernsehmoderator George Clark, der in der Nähe wohnt, sagte dem Sender BBC Radio 5 in der Nacht, er könne Menschen ganz oben auf dem Hochhaus sehen. Er habe zunächst gedacht, dass eine Alarmanlage in einem Auto angegangen sei und habe dann die Glut durch die Fenster gesehen. "Ich wurde mit Asche bedeckt, so schlimm ist es. Ich bin 100 Meter weg und ich bin vollständig mit Asche bedeckt."

Andere Augenzeugen berichteten, Menschen hätten an den Fenstern gestanden und um ihr Leben geschrien. Einige hätten versucht, per Handy Hilfe zu holen oder mit Taschenlampen auf sich aufmerksam zu machen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juni 2017 um 06:30 Uhr.

Darstellung: