Gruppenbild der Teilnehmer des G20-Gipfels in Los Cabos

G20-Gipfel in Los Cabos Kritik an Eurozone zum Auftakt in Mexiko

Stand: 19.06.2012 05:27 Uhr

Auf dem G20-Gipfel im mexikanischen Los Cabos haben sich die Teilnehmer auf einen Entwurf der Abschlusserklärung geeinigt. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Demnach verpflichten sich die Europäer in dem Papier, alles Nötige zu tun, um ihre Finanzen in den Griff zu bekommen.

Vorrangiges Ziel solle es sein, die Finanzmärkte zu beruhigen, Vertrauen zurück zu gewinnen und stetiges Wachstum zu schaffen. Die Mitglieder der Eurozone in der G20 wollen außerdem eine gesonderte Erklärung abgeben. Sie soll als Garantie für die Stabilität der Währung gelten.

Der Euro ist das wichtigste Thema

Um die Weltwirtschaft anzukurbeln, will die G20 zusammenarbeiten: "Wir werden zusammen agieren, um den Aufschwung zu stärken und Spannungen an den Finanzmärkten abzubauen", heißt es in dem Entwurf. Er soll am Dienstag, zum Abschluss des zweitägigen Gipfels, verabschiedet werden.

Die Dikussionen um die Stabilität des Euros beherrschten den ersten Tag des Gipfels. Die USA, China und Indien äußerten sich besorgt über die Lage. Sie befürchten, dass durch die Schuldenkrise die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Südkoreas Präsident Lee Myung Bak rief die Eruopäer eindringlich dazu auf, einschneidende Reformen durchzuführen. Auch wenn dieser Schritt schmerzhaft sei, könne nur durch eine Überholung des Finanzsystems der Eurozone die Gefahr für die Weltwirtschaft gemindert werden.

Barroso: "Lassen uns nicht belehren"

Diese einseitigen Schuldzuweisungen wiesen EU-Kommissionspräsident Barroso und Bundeskanzlerin Merkel zurück. Merkel sagte, die Schuldenkrise sei nicht allein ein Problem der Europäer, hier müsse jeder Kontinent seinen Beitrag leisten. "Wir lassen uns hier von niemandem belehren", sagte Barroso. Die aktuelle Krise habe in den USA begonnen.

 EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Ratspräsident Herman van Rompuy

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso (rechts) reagierte genervt auf die Kritik an den Eurostaaten.

Der G20-Gipfel in Los Cabos ist der siebte seit November 2008, als die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer erstmals zusammengekommen waren, um über das Weltfinanzsystem zu beraten.

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KOMMENTARE

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Don-Corleone 19.06.2012 • 12:21 Uhr

G20-Gipfel: kritik in eurozone zum auftakt im.

Merkels Dogma : "WACHSTUM" ist der falsche Ansatz , vielleicht hat sie damit auch nur das Wachstum b.d. Starken Schultern gemeint, dort existiert das Wachstum , unbegrenzt . Nein, das Zauberwort heißt jetzt: "KONSOLIDIERUNG" Das mag manchen wehtun,, es führt aber kein Weg daran vorbei, erst muß gespart werden, dann ist evtl.auch später wieder wachstum möglich . Jetzt ist oberste Devise: KONSOLIDIERUNG ! Schuldenabbau , egal wie, auch höhere Steuern sind eine Prämisse , ERbschaftssteuer, Vermögenssteuer , SOLI-Greichenland u SOLI-EURO , SOLI_EU , Hab ich noch was vergessen ? Ach ja, die Millionen f.d.Meeting hätte man besser den Griechen spenden sollen !