Hintergrund

Überblick über die Ermittlungen Das geschah auf Flug 4U9525

Stand: 26.03.2015 17:09 Uhr

Welche Ereignisse führten zum Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen? Die Ermittler versuchen Schritt für Schritt zu rekonstruieren, was auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf geschah. Langsam ergibt sich dabei ein Bild.

- Am 24. März startet der Germanwings-Flug 4U9525 um 10.01 Uhr in Barcelona mit dem Ziel Düsseldorf.

- In den ersten 20 Minuten nach dem Start unterhalten sich Pilot und Copilot ganz normal.

- Kurz darauf erreicht die Maschine mit 144 Passagieren und sechs Crew-Mitgliedern ihre Reiseflughöhe.

- Der Pilot verlässt das Cockpit für einen Gang zur Toilette. Der 27-jährige Copilot ist allein in der Kabine.

- Der Copilot löst den Sinkflug selbst aus. Das Flugzeug sinkt ab 10:31 Uhr aus einer Höhe von 10.000 Metern auf etwa 2000 Meter.

Staatsanwalt zum Stand der Ermittlungen
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Der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin informiert über neue Erkenntnisse zum Absturzhergang.

Keine Reaktion auf Anfragen des Towers

- Der Pilot kehrt zurück, er ist aus der Kabine ausgesperrt. Die automatisch verriegelte Tür lässt sich von außen nicht öffnen.

- Auf Ansprache des Towers in den letzten acht Minuten vor dem Zerschellen der Maschine reagiert der Copilot nicht. Ein Notruf wird nicht abgesetzt.

- Der Pilot hämmerte mit der Crew von außen an die Tür - keine Reaktion.

- Schreie von Passagieren sind erst in den letzten Sekunden zu hören.

Ermittler: Absturz ist offenbar Absicht

- Der Stimmenrekorder zeichnet bis zum Aufprall Atmen aus dem Cockpit auf, der Copilot lebt also noch.

- Offenbar bringt der Copilot den Airbus mit 150 Menschen an Bord absichtlich zum Absturz.

- Über die Motive des Mannes ist nichts bekannt - es gibt keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag.

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