Nach einem Murenabgang ist eine Straߟe von Schlamm und Geröll verschüttet.   | dpa

Nach starken Regenfällen Norditalien kämpft gegen Hochwasser

Stand: 05.08.2021 16:58 Uhr

In Südtirol mussten nach Starkregen mehrere Straßen wegen Erdrutschen gesperrt werden. Mehrere Flüsse traten über die Ufer. Probleme mit Schlamm und Wasser gab es auch in der Lombardei, darunter am Comer See.

Mehrere Gegenden in Norditalien kämpfen gegen Hochwasser. In Südtirol traten nach starkem Regen Flüsse über die Ufer. Wegen Erdrutschen mussten Straßen gesperrt werden, darunter die Brennerstaatsstraße.

In Klausen warnte der Zivilschutz in der Nacht vor Hochwasser, weil der Fluss Eisack über die Ufer getreten war. Bewohner sollten Autos aus Tiefgaragen fahren und Vorbereitungen treffen, erklärte die Feuerwehr. Die Situation beruhigte sich tagsüber wieder. Auch Brixen war von Überschwemmungen betroffen.

Landesweit war die Feuerwehr laut Zivilschutz mit rund 1000 Männern und Frauen im Einsatz. Es galt die zweithöchste von vier Warnstufen.

Der Mühlwalder Bach ist nach starken Regenfällen über die Ufer getreten. | dpa

Der Mühlwalder Bach bei Lappach ist nach starken Regenfällen über die Ufer getreten. Bild: dpa

Schlammmassen am Gardasee

Am Gardasee schoben sich Schlammmassen in Limone sul Garda in ein Hotel. Betroffen seien nur die Essensräume, die Gäste könnten in ihren Zimmern bleiben, sagte eine Hotelmitarbeiterin der Nachrichtenagentur dpa. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, dass 100 Gäste in der Nacht in Sicherheit gebracht werden mussten. Es hätte keine Verletzten gegeben.

Straßen in Como überspült

Probleme mit Schlamm und Wasser gab es auch in der Lombardei, darunter am Comer See. Der See trat zeitweise über die Ufer und überspülte in Como Straßen. Ein Campingplatz in der Ortschaft Dervio musste evakuiert werden. Um Mailand warnte die Feuerwehr vor Hochwasser am Fluss Seveso.

Im Süden Italiens dagegen kämpften Feuerwehrleute weiter gegen schwere Brände. Unter anderem in Sizilien und Kalabrien waren sie mit Löschflugzeugen im Einsatz.

Über dieses Thema berichtete NDR 90,3 im Hörfunk am 02. August 2021 um 13:00 Uhr.