Menschen sitzen vor mehreren Kneipen im Londoner Viertel Soho | AFP

Lockerungen in Großbritannien In den Pubs wird das Bier knapp

Stand: 01.05.2021 15:58 Uhr

Seit Mitte April sind die Außenbereiche der Pubs in England wieder geöffnet - und die Gäste kommen so zahlreich, dass das Bier knapp wird. Die Wirte behelfen sich nun mit unkonventionellen Maßnahmen.

Nach dem unerwartet großen Durst der ersten Gäste wird in britischen Pubs langsam das Bier knapp. Die Nachfrage in den ersten Wochen habe "alle Prognosen übertroffen", sagte der Chef der größten Pub-Kette Mitchell & Butlers, Phil Urban, der "Financial Times". "Die Zulieferer sind nicht in der Lage, schnell genug hinterherzukommen." Man habe nun angefangen, die eigenen Bestände in die am stärksten besuchten Pubs zu bringen.

Michaela Hickey, Managerin einer Bar in London, sagte, sie habe normalerweise 26 verschiedene Sorten gezapftes Bier auf Lager. Aber Ende letzter Woche sei das Angebot auf 15 gesunken. Zudem sei die Nachfrage in einem Schwesterlokal so hoch gewesen, dass Hickey ein Fass per Bus dorthin habe transportieren müssen.

Außenbereiche seit 12. April wieder geöffnet

Pubs und Restaurants dürfen in England seit dem 12. April in den Außenbereichen wieder Gäste bedienen, in Schottland und Wales seit Anfang der Woche. Das sonnige Wetter der vergangenen Wochen und die gelockerten Kontaktbeschränkungen sorgten seither für volle Biergärten auch an vielen Abenden unter der Woche. Allerdings haben nur etwa 40 Prozent der 37.500 Pubs in Großbritannien genug Platz im Freien, um den Corona-Auflagen entsprechend wieder öffnen zu können.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 16. März 2021 um 05:23 Uhr.