Ursula von der Leyen | AP

Kommissionschefin von der Leyen EU gut vorbereitet für dritte Impfung

Stand: 04.08.2021 11:27 Uhr

1,8 Milliarden Impfdosen allein von BioNTech/Pfizer - das, so EU-Kommissionschefin von der Leyen, reicht als Auffrischung für die gesamte EU. Es sei der weltweit größte Anschlussauftrag.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht Europa gut vorbereitet auf mögliche dritte Impfungen gegen Corona. Die Europäische Union habe beim Unternehmen BionNTech/Pfizer 1,8 Milliarden Dosen Impfstoff bis zum Jahr 2023 bestellt, sagte von der Leyen dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

Das ist der größte Anschlussauftrag weltweit und reicht für mögliche Auffrischungsimpfungen in der EU und Anpassungen an mögliche neue Virus-Varianten.

Die europäische Strategie der gemeinsamen Beschaffung habe sich als richtig erwiesen, trotz aller Anlaufprobleme, sagte von der Leyen: "Wie das Ergebnis heute aussehen würde, wenn jeder EU-Staat auf eigene Faust Impfstoff besorgt hätte, will ich mir lieber nicht ausmalen. Die ganze Welt war hinter den wenigen Produzenten her."

Europäer "immer offen und fair geblieben"

Heute sei festzustellen, dass in kaum einer Region der Erde so viele Menschen durch Impfung vollständig geschützt seien wie unter den 440 Millionen EU-Bürgern. "Und wir Europäer sind, darauf bin ich besonders stolz, immer offen und fair geblieben zum Rest der Welt", sagte die Kommissionspräsidentin.

"Wir haben parallel Drittstaaten mit mehr als 550 Millionen Dosen Impfstoff versorgt - fast so viel, wie in die EU ausgeliefert wurden. Andere, wie Großbritannien und die USA, haben sich abgeschottet."

USA sollen Einreiseverbote aufheben

Direkt nach Washington richtete von der Leyen ihre Forderung nach der Aufhebung der Einreiseverbote: "Wir pochen darauf, dass für Einreisende in beiden Richtungen vergleichbare Regeln gelten." Die epidemiologische Lage in den USA und in der EU sei heute sehr ähnlich. "Wir müssen das Problem so schnell wie möglich lösen und sind mit unseren amerikanischen Freunden im Kontakt", betonte von der Leyen. "Das darf sich nicht noch wochenlang ziehen."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. August 2021 um 10:00 Uhr.