Eisberg in der Antarktis | AP

Mehr als 4300 Quadratkilometer ESA entdeckt weltgrößten Eisberg

Stand: 19.05.2021 17:48 Uhr

Seine Fläche übertrifft die der Insel Mallorca: In der Antarktis hat sich der derzeit größte Eisberg der Welt vom Schelfeis gelöst. Die Weltraumorganisation ESA entdeckte den Koloss auf ihren Satellitenbildern.

Am Südpol hat sich ein riesiger Eisberg gelöst, der flächenmäßig größer ist als die spanische Urlaubsinsel Mallorca. Mit rund 4320 Quadratkilometern sei der Koloss derzeit der größte Eisberg der Welt, meldete die europäische Weltraumorganisation ESA mit Sitz in Paris.

Entdeckt wurde der Eisberg mit der Bezeichnung A-76 auf aktuellen Satellitenbildern der Copernicus-Sentinel-1-Mission. Demnach hatte er sich an der westlichen Seite des Ronne-Schelfeises im Weddellmeer im Nordwesten der Antarktis abgelöst.

Karte des Eisbergs A-76 in der Wedell Sea mit Größenvergleich zu Mallorca | contains modified Copernicus Sentinel data (2021), processed by ESA, CC BY-SA 3.0 IGO, http://www.esa.int/ESA_Multimedia/Terms_and_Conditions

Auf dieser Satellitenaufnahme der ESA ist der Eisberg A-76 eingezeichnet - und zum Vergleich die Umrisse der Insel Mallorca. Bild: contains modified Copernicus Sentinel data (2021), processed by ESA, CC BY-SA 3.0 IGO, http://www.esa.int/ESA_Multimedia/Terms_and_Conditions

Zweiter Gigant im Weddellmeer

Bisher hatte der Eisberg A-32A als aktuell größter gegolten, er kommt auf eine Fläche von etwa 3880 Quadratkilometern und treibt ebenfalls im Weddellmeer. Der A-74, der im Februar aus dem Brunt-Schelfeis abgebrochen war, hatte eine Fläche von lediglich 1270 Quadratkilometern.

Die Namen der Eisberge setzen sich traditionell aus einem Buchstaben für das Gebiet in der Antarktis, in der sie erstmals gesichtet wurden, und einer laufenden Nummer zusammen.

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KOMMENTARE

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Sisyphos3 19.05.2021 • 21:59 Uhr

21:47 von SinnUndVerstand

wenn das Eis bereits auf dem Wasser schwimmt und schmilzt steigt der Meeresspiegel um keinen Millimeter so aktuell beim Schelfeis oder dem Eis am Nordpol ganz anders sieht es aus wenn die 3.000 m dicke Festlandeis in der Antarktis anfängt abzuschmelzen das erhöht den Meeresspiegel enorm