Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags | picture alliance/dpa
Hintergrund

50. Jahrestag der deutsch-französischen Beziehungen Der Élysée-Vertrag - wie aus Feinden Freunde wurden

Stand: 15.01.2013 14:29 Uhr

Am 22. Januar 1963 besiegelten Bundeskanzler Adenauer und Frankreichs Präsident de Gaulle mit ihren Unterschriften zum Élysée-Vertrag die Zusammenarbeit beider Länder. Damit war der Grundstein gelegt für eine Partnerschaft, die mittlerweile von beiden Seiten als Freundschaft bezeichnet wird.

Anne Christine Heckmann ARD-Studio Paris

Von Anne Christine Heckmann, ARD-Hörfunkstudio Paris

Der Élysée-Vertrag war die Stunde Null. Der offizielle Beginn der deutsch-französischen Partnerschaft. Aus Feinden wurden Freunde.

Der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Präsident Charles De Gaulle besiegelten mit ihrer Unterschrift am 22. Januar 1963 in Paris die Zusammenarbeit beider Länder. Der Élysée-Vertrag vereinbarte Konsultationen in der Jugend- und Bildungspolitik, in Außen- und Sicherheitsfragen. Keine Selbstverständlichkeit nur 18 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Nach und nach näherten sich Deutschland und Frankreich an. Nicht nur politisch. Städte und Vereine dies- und jenseits des Rheins gründeten Partnerschaften. Das deutsch-französische Jugendwerk organisierte den Schüleraustausch. Deutsche und französische Kinder wechselten für ein paar Wochen die Familien und lernten so das andere Land kennen. Später entstanden Hochschul-Kooperationen und deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen - wie der Fernsehsender ARTE oder der Flugzeugbauer Airbus. Heute dienen deutsche und französische Soldaten wie selbstverständlich in einer gemeinsamen Brigade.

Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags | picture alliance/dpa

22. Januar 1963: Bundeskanzler Adenauer und Staatspräsident de Gaulle unterzeichnen den Élysée-Vertrag. Bild: picture alliance/dpa

Seit 2003 kommen die Kabinette beider Staaten regelmäßig zusammen - in Paris oder Berlin. Und auch die Abgeordneten des Bundestages und der Nationalversammlung haben bereits gemeinsam getagt. Ohne den Élysée-Vertrag hätte es die Freundschaft beider Länder vielleicht nie gegeben. Genauso wenig wie ein vereintes Europa.

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KOMMENTARE

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ramo1 15.01.2013 • 21:52 Uhr

Natürlich ist die Sprache der Hauptmotor...

...für eine gelungene Partnerschaft und Freundschaft zwischen D und F. Dank meiner Schule und Lehrer hatten wir Mitte der 60iger Jahre Französisch und nicht ! Englisch als erste Fremdsprache. Sowas tat uns Pennälern gut ins nahe Elsaß oder Lothringen zu fahren und die frisch erworbenen Kenntnisse mit jungen Franzosen und Französinnen auszuprobieren Heute gilt französisch als uncool und jeder "Depp" labert sich mit englisch durch die Touristenwelt. Sehr schade