Ein ausgetrocknetes Flussbett in Australien | Bildquelle: DAN PELED/EPA-EFE/REX

Australien Gefährlicher Temperaturrekord

Stand: 18.12.2019 12:21 Uhr

In Australien herrschen seit Tagen ungewöhnlich hohe Temperaturen, nun haben sie sogar einen Rekordwert erreicht. Die Hitze ist ein enormes Risiko, denn sie könnte die zahlreichen Brände landesweit anfachen.

In Australien hat die Hitzewelle einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach Angaben der Meteorologiebehörde stiegen die Temperaturen am Dienstag im landesweiten Durchschnitt auf einen Rekordwert von 40,9 Grad Celsius an. Die bisherige Höchstmarke hatte bei 40,3 Grad Celsius gelegen und war im januar 2013 gemessen worden.

"Diese Hitze wird sich noch weiter verstärken", warnte die Meteorologin Diana Eadie. Im Laufe des Tages sollten die Temperaturen im Bundesstaat New South Wales um die 45 Grad Celsius erreichen, in der Metropole Sydney sogar mehr als 46 Grad Celsius.

Im Bundesstaat Queensland kletterten sie bereits auf bis zu 47,7 Grad Celsius. Die höchste lokal gemessene Temperatur in Australien liegt bei 50,7 Grad Celsius. Dieser Wert wurde 1960 in der Wüstensiedlung Oodnadatta im Outback erreicht.

Der Meteorologiebehörde zufolge liegen die Temperaturen derzeit um acht bis 16 Grad Celsius über dem Durchschnitt.

Hitze steigert Brandrisiko

Die Hitzeperiode hat zu einem für Australien ungewöhnlich frühen und heftigen Beginn der Waldbrandsaison geführt. Allein im Bundesstaat New South Wales wüten zur Zeit mehr als 100 Brände. Landesweit brannten in den vergangenen Wochen mindestens drei Millionen Hektar Land nieder. Rund 700 Häuser wurden durch die Flammen bisher zerstört, mindestens sechs Menschen kamen ums Leben.

Auch nördlich von Sydney kämpfen Feuerwehr- und Rettungskräfte gegen einen Brand. Die Rauchschwaden erreichen auch die Millionenmetropole. Mediziner warnen vor einem "öffentlichen Gesundheitsnotfall".

Wind könnte glimmende Asche kilometerweit tragen

Neben den hohen Temperaturen werden an der Ostküste Australiens auch Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erwartet. Behörden warnen, der Wind könne glimmende Asche bis zu 30 Kilometer weit tragen. Die Wetterlage werde "bereits brennende Feuer anheizen und eskalieren lassen" und drohe neue Brände zu entfachen, warnte Gladys Berejinklian, die Regierungschefin von New South Wales.

Laut der Nachrichtenagentur AP sagen die Meteorologen zumindest zum Ende der Woche sinkende Temperaturen voraus.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. Dezember 2019 um 11:30 Uhr.

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