Luo Zhihan, ehemaliger Eisschnelllauf-Weltmeister, trägt die Fackel während des olympischen Fackellaufs in Peking. | dpa

Olympische Winterspiele in Peking Fackellauf unter Corona-Bedingungen

Stand: 02.02.2022 09:09 Uhr

Zwei Tage vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele hat in Peking der Fackellauf begonnen. Wegen Chinas strikter Corona-Maßnahmen fällt er allerdings kürzer als gewöhnlich aus.

Von Benjamin Eyssel

In Peking hat der olympische Fackellauf der bevorstehenden Winterspiele begonnen. Über drei Tage wird das olympische Feuer vom Stadtzentrum der chinesischen Hauptstadt zu den anderen beiden Wettkampfstätten in Yanqing und Zhangjiakou getragen. Am Freitag kehrt die Flamme zurück nach Peking, zur Eröffnungsfeier der Spiele im Nationalstadion. Insgesamt gibt es 1200 Fackelträger, von denen der älteste Läufer 86 Jahre alt und der jüngste 14 Jahre alt ist. Auch zwei Roboter sollen sich zum ersten Mal die Flamme weiterreichen.

Benjamin Eyssel ARD-Studio Peking

Der Fackellauf findet in diesem Jahr nur in verkürzter Form und mit vielen Einschränkungen statt. Die Behörden begründen das mit den Vorsichtsmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie. Zu der Zeremonie waren nur wenige ausländische Medienvertreter eingeladen. Unter welchen Kriterien diese ausgewählt wurden, ist unklar. Der ARD-Hörfunk durfte trotz mehrfacher Nachfrage nicht teilnehmen.

Sportler dürfen Olympia-Blase nicht verlassen

Heute beginnen mit Rodeln und Curling die ersten Wettkämpfe. Wegen Chinas strikter Null-Covid-Politik finden die Spiele komplett abgeschottet vom Rest des Landes statt. Die Athletinnen und Athleten und alle anderen Beteiligten dürfen die sogenannte Olympia-Blase nicht verlassen. Alle Teilnehmer werden jeden Tag getestet.

Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen sind seit Anfang Januar schon mehr als 300 Menschen bei der Ankunft am Flughafen und in der Blase positiv auf Corona getestet worden, unter ihnen auch einige Athletinnen und Athleten. Sie alle werden isoliert und dürfen erst nach zwei negativen Tests wieder aus der Quarantäne. Für die Athletinnen und Athleten kann das bedeuten, dass sie ihre Wettkämpfe verpassen.

Chinas Grenzen seit fast zwei Jahren geschlossen

Durch die strengen Maßnahmen will China einen größeren Ausbruch bei den Spielen verhindern. Das Virus soll auf keinen Fall in die Bevölkerung getragen werden. Während der Rest der Welt sich langsam wieder öffnet, verfolgt die Volksrepublik weiter eine strikte Corona-Strategie. Seit rund zwei Jahren sind die Grenzen fast vollständig geschlossen. Bei kleinsten Ausbrüchen reagieren die Behörden mit Massentests und harten Lockdowns.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. Februar 2022 um 09:00 Uhr.