Blick auf verschneite Häuser in der Dämmerung von oben. | picture alliance / Xinhua News A

Minus 53 Grad in Mohe Historisch tiefe Temperaturen in China

Stand: 23.01.2023 12:05 Uhr

Minus 53 Grad sind es derzeit in der chinesischen Stadt Mohe. Es sind die niedrigsten Temperaturen, die in China jemals gemessen wurden. Der Trend zu extremen Wetterverhältnissen hat sich für 2022 insgesamt verstärkt.

Es ist sind historische Tiefsttemperaturen am Sonntag in der nordchinesischen Stadt Mohe. Mit minus 53 Grad wurde der Rekord von minus 52,3 Grad aus dem Jahr 1969 gebrochen, so die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Drei Tage in Folge seien die Temperaturen dort schon auf mehr als minus 50 Grad gefallen.

Extreme Kälte habe die Provinz Heilongjiang heimgesucht, sodass mehrere Gegenden im Großen Hinggan-Gebirge mit extrem kalten Temperaturen kämpfen müssten.

In der Stadt Mohe herrschten acht Monate im Jahr Schnee und Eis mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur um minus drei Grad, berichtete Xinhua.

Tiefsttemperatur in Deutschland: minus 37,8 Grad

Die tiefsten Temperaturen im vergangenen Jahr in Deutschland verzeichnete das Bundesland Bayern. Mitte Dezember fielen die Temperaturen dort auf minus 19,3 Grad. Die niedrigste, jemals in Deutschland gemessene, Temperatur liegt jedoch noch um einiges tiefer: 1929 betrug sie in Oberbayern minus 37,8 Grad.

Laut dem europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus war das Wetter im vergangenen Jahr häufig extrem. Die Temperaturen stiegen, so dass die acht vergangenen Jahre die wärmsten überhaupt waren. Europa ist laut den Daten dabei der sich am schnellste erwärmende Kontinent. Global war es im im vergangenen Jahr um 0,3 Grad wärmer als 1991.

Karte mit China, Heilongjiang und Mohe

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Januar 2023 um 14:35 Uhr.