Polizisten stehen vor dem Fedex-Paketzentrum in Indianapolis. | AFP

Logistikzentrum in Indianapolis Todesschütze war Ex-Mitarbeiter

Stand: 17.04.2021 00:40 Uhr

Nach dem verheerenden Schusswaffenangriff in einem US-Logistikzentrum hat die Polizei erste Ermittlungsergebnisse veröffentlicht. Demnach erschoss ein 19-jähriger Ex-Mitarbeiter acht Menschen und verletzte sieben weitere.

Bei dem Angreifer, der in einem Verteilzentrum des Paketdienstes FedEx in der US-Großstadt Indianapolis mehrere Menschen erschoss, handelt es sich laut Polizei um einen 19-jährigen Ex-Mitarbeiter. Er habe zuletzt im vergangenen Jahr in dem Verteilzentrum gearbeitet, sagte der Vize-Polizeichef von Indianapolis, Craig McCartt. Sein Motiv sei noch unklar.

Demnach tötete der junge Mann mit einem Gewehr acht Menschen und verletzte sieben weitere. Danach erschoss er sich offenbar selbst. McCartt sagte, der 19-Jährige sei der Polizei bekannt gewesen. Nähere Angaben dazu machte er nicht.

Fahnen am Weißen Haus auf halbmast

Die USA wurden in diesem Jahr bereits von mehreren Schusswaffenangriffen mit zahlreichen Toten erschüttert. Präsident Joe Biden sprach von einer weiteren "Tragödie" und ordnete an, die US-Fahnen am Weißen Haus, an öffentlichen Gebäuden, US-Botschaften und Militärstützpunkten auf halbmast zu setzen. 

Biden hatte erst vergangene Woche neue Maßnahmen zur Eindämmung der Schusswaffengewalt in dem Land angeordnet. Für bedeutsame Verschärfungen des Waffenrechts braucht er aber Mehrheiten im Kongress. Die konservativen Republikaner stemmen sich seit Jahren gegen Gesetzesverschärfungen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 17. April 2021 um 04:45 Uhr.