Ein Auto fährt auf einer überfluteten Straße im US-Bundesstaat Florida. | REUTERS

USA Hurrikan "Nicole" auf dem Weg nach Florida

Stand: 10.11.2022 05:29 Uhr

Der Sturm "Nicole" hat über den Bahamas an Stärke gewonnen und steuert nun als relativ seltener November-Hurrikan auf die Ostküste der USA zu. In Florida wurden Evakuierungen angeordnet.

Tropensturm "Nicole" hat sich auf dem Weg von den Bahamas nach Florida zu einem Hurrikan entwickelt. Die Behörden ordneten Evakuierungen an, von denen auch der Club Mar-a-Lago des früheren Präsidenten Donald Trump betroffen war.

Ein Hurrikan im November ist für das grundsätzlich an Stürme gewöhnte Florida ein seltenes Ereignis. Nur zwei Mal kam es seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1853 dazu - bei Hurrikan "Yankee" im Jahr 1935 und bei Hurrikan "Kate" 1985. Die Hurrikansaison im Atlantik dauert vom 1. Juni bis 30. November.

Florida schon durch "Ian" in Mitleidenschaft gezogen

Es wurde erwartet, dass "Nicole" Florida in der Nacht (Ortszeit) erreicht und eine Sturmflut verursacht, die Strände weiter beschädigt, die schon durch Hurrikan "Ian" im September in Mitleidenschaft gezogen wurden. Anschließend sollte der Sturm nach Georgia, North und South Carolina weiterziehen. Schwere Regenfälle wurden erwartet.

Das Zentrum des Sturms befand sich am Mittwochabend etwa 160 Kilometer östlich von Palm Beach, wie das nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte. Die maximalen andauernden Windgeschwindigkeiten lagen bei 120 Kilometern pro Stunde. "Nicole" bewegte sich demnach mit 20 Stundenkilometern westwärts.

"Nicole" trifft in Bahamas auf Land

Noch knapp unterhalb der Hurrikan-Schwelle hatte das Sturmzentrum über der bahamaischen Insel Great Abaco am Mittwoch Land erreicht. In der Folge wurden nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC anhaltende Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde gemessen - ab 119 Stundenkilometern handelt es sich um einen Hurrikan.

Auf den Bahamas waren Notunterkünfte bereitgestellt und öffentliche Einrichtungen geschlossen worden. Nach ersten Medienberichten kam es auf den Abaco-Inseln und der Insel Grand Bahama zu Überschwemmungen. Dort, im Nordwesten des Inselstaates, hatte im September 2019 mit Hurrikan "Dorian" einer der stärksten je gemessenen Atlantik-Stürme gewütet und mehr als 70 Todesfälle sowie schwere Zerstörung verursacht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. November 2022 um 06:00 Uhr.