Kirstjen Nielsen | Bildquelle: REUTERS

Kirstjen Nielsen US-Senat bestätigt neue Heimatschutzministerin

Stand: 06.12.2017 09:37 Uhr

Kirstjen Nielsen wird die Nachfolge von John Kelly an der Spitze des US-Heimatschutzministeriums antreten. Der Senat bestätigte den Vorschlag von US-Präsident Trump mit klarer Mehrheit. Nielsen gilt als Vertraute des bisherigen Stabschefs.

Der US-Senat hat Kirstjen Nielsen als neue Heimatschutzministerin bestätigt. Die Senatoren votierten am Dienstag mit 62 zu 37 Stimmen für die 45-jährige Expertin für Cybersicherheit, die US-Präsident Donald Trump im Oktober für den Schlüsselposten vorgeschlagen hatte.

Die Anwältin Nielsen war bislang Stellvertreterin von Stabschef John Kelly im Weißen Haus und arbeitete bereits früher in dem für Anti-Terror-Maßnahmen und den Grenzschutz zuständigen Ministerium. Der Posten des Heimatschutzministers war frei geworden, als Amtsinhaber Kelly Ende Juli ins Weiße Haus gewechselt war. Seither führte Elaine Duke übergangsweise das Ressort.

Vertraute des bisherigen Stabschefs Kelly

Nielsen ist eine enge Vertraute Kellys. Sie war seine Beraterin im Heimatschutzministerium und folgte ihm ins Weiße Haus. Dort war sie an der Seite Kellys dafür mitzuständig, Disziplin und Geschlossenheit im Stab des Präsidialamts durchzusetzen. Kelly soll hart für die Nominierung seiner Mitarbeiterin gekämpft haben, die sich letztlich gegen mehrere andere Kandidaten durchsetzen konnte.

Nielsen arbeitete bereits unter dem früheren Präsidenten George W. Bush im Heimatschutzministerium, wo sie für rechtliche Belange im Bereich der Verkehrssicherheit zuständig war. Später gründete sie eine Beratungsfirma für Risikomanagement und arbeitete unter Bush im Heimatschutzgremium des Weißen Hauses.

Bedeutend für Trumps Einwanderungspolitik

Dem Heimatschutzministerium kommt eine zentrale Rolle zu bei Trumps Vorhaben, die illegale Einwanderung in die USA zu unterbinden und die Grenzsicherheit zu verstärken. Seit Trumps Amtsantritt sind unter Federführung des Ministeriums die Razzien gegen Immigranten ohne Aufenthaltsrecht ausgeweitet worden. lan

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. Dezember 2017 um 06:00 Uhr.

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