Eine Karte von Indonesien mit Padang.

Erschütterungen vor der Küste Sumatras Tsunamiwarnung nach Erdbeben in Indonesien

Stand: 02.03.2016 15:07 Uhr

Vor der Küste Indonesiens hat sich ein Erdbeben mit einer Stärke von mindestens 7,7 ereignet. Die indonesischen Behörden gaben eine Tsunamiwarnung für die Insel Sumatra heraus. Berichte über Schäden und Opfer gibt es noch nicht.

Südwestlich der indonesischen Insel Sumatra hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Das Potsdamer Helmholtz-Zentrum gab die Stärke am Mittwochnachmittag mit 7,7. Zuvor hatte die geologische US-Behörde USGS von einer Stärke von 8,2 berichtet, inzwischen korrigierte sie sich auf 7,9. Japanische Seismologen maßen eine Stärke von 8,3.

Indonesische Behörden gaben eine Tsunami-Warnung für Teile von Sumatra, darunter Aceh, Bengkulu, Nordsumatra und Lampung, heraus.

Laut USGS ereignete sich das Beben 808 Kilometer südwestlich von Padang auf Sumatra in einer vergleichsweise geringen Tiefe von zehn Kilometern. Die australische meteorologische Behörde gab eine Warnung für die Weihnachts- und Cocos-Inseln heraus, eine Evakuierung sei nicht notwendig, die Menschen sollten sich aber nicht in der Nähe der Küste aufhalten. Eine zwischenzeitliche Tsunamiwarnung für Australien wurde inzwischen zurückgenommen.

Berichte über Schäden und Opfer liegen bislang nicht vor. USGS erklärte, es gebe eine "geringe Wahrscheinlichkeit für Opfer und Schäden". Rettungsarbeiten könnten in Sumatra von der bereits hereinbrechenden Dunkelheit beeinträchtigt werden.

Lage auf "Feuerring" begünstigt Erdbeben

Indonesien ist wegen seiner Lage auf dem sogenannten pazifischen "Feuerring", auf dem mehrere Erdplatten zusammentreffen, anfällig für Erdbeben. 2004 hatte nach einem heftigen Beben vor Sumatra ein Tsunami Indonesien und andere Länder der Region heimgesucht. Etwa 230.000 Menschen kamen ums Leben.

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