In einem Labor in El Savador werden diese Aedis aegypti untersucht. | Bildquelle: dpa

WHO-Aktionsplan 50 Millionen Euro gegen das Zika-Virus

Stand: 17.02.2016 16:25 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation WHO will mit einem Aktionsplan eine weitere Ausbreitung des Zika-Virus verhindern. Mit 50 Millionen Euro sollen unter anderem die Überträger-Mücken bekämpft werden. Außerdem soll die Entwicklung eines Impfstoffes gefördert werden.

Der Zika-Virus breitet sich immer weiter aus. In Brasilien sind mittlerweile zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Menschen infiziert. Weltweit ist der Virus mittlerweile in 40 Ländern aufgetaucht. Um die rasante Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt einen 50 Millionen Euro teuren Aktionsplan vorgestellt. Mit dem Geld soll die Entwicklung eines Impfstoffs vorangetrieben werden und die medizinische Betreuung verbessert werden. Außerdem soll die Überträger-Mücke bekämpft und die Aufklärung über eine Infektion verbessert werden.

Ein Flugblatt zum Zika-Virus | Bildquelle: REUTERS
galerie

Flugblätter zum Zika-Virus sollen die Aufklärung über eine Infektion verbessern.

Laut der WHO dürfe bei der Bekämpfung des Virus keine Zeit verloren gehen, da die Gefahr bestehe, dass der Virus sich weltweit ausbreitet.
Grund dafür ist, dass sich der Lebensraum der Überträger-Mücken vergrößert. Ursachen sind der Klimawandel, die Globalisierung und das rasche Wachstum von Städten.

Anfang Februar hatte die WHO den Zika-Ausbruch als internationalen Gesundheitsnotfall eingestuft. Das Virus steht im Verdacht, bei Schwangeren schwere Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) der Ungeborenen zu verursachen. Einen wissenschaftlich gesicherten Beweis dafür gibt es bislang nicht. Der Großteil der Erkrankungen verläuft ohne Symptome.

In Brasilien wurden mittlerweile 4443 Fälle von Mikrozephalie registriert, davon sind 508 bestätigt. 3935 werden noch untersucht.

WHO-Chefin reist nach Brasilien

Margaret Chan | Bildquelle: AFP
galerie

Margaret Chan, Generaldirektorin der (WHO), reist Ende Februar nach Brasilien.

Zusätzlich kündigte die Organisation an, dass deren Generaldirektorin, Margaret Chan, vom 22. bis zum 24. Februar nach Brasilien reist. Dort will sie sich mit der Regierung und den Gesundheitsbehörden treffen. Das US-amerikanische Büro der WHO arbeite bereits seit Mai 2015 eng mit den südamerikanischen Ländern zusammen.

Darstellung: