Forderung des tschechischen Präsidenten Zeman will Wirtschaftsflüchtlinge "deportiert" sehen

Stand: 12.02.2016 19:56 Uhr

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat die "Deportation" von Wirtschaftsflüchtlingen und religiösen Fanatikern gefordert. Das sei "die einzige Lösung" in der Flüchtlingskrise. Zeman hatte zuletzt immer wieder mit islamfeindlichen Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht.

Archivbild von Tschechiens Präsident Milos Zeman | Bildquelle: dpa
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Tschechiens Präsident Milos Zeman schürt Ängste vor Flüchtlingen.

Tschechiens Präsident Milos Zeman hat die "Deportation" von Wirtschaftsflüchtlingen und religiösen Fanatikern gefordert. "Die einzige Lösung" der Flüchtlingskrise sei die Ausweisung von "ökonomischen Migranten und denen, die zu religiöser Gewalt, religiösem Hass, kurz gesagt zu Terroraktionen aufrufen", sagte Zeman der Nachrichtenagentur CTK zufolge in Bratislava.

Zeman wiederholte seine Ansicht, islamische Migranten seien weder in die europäische Kultur integrierbar noch assimilierbar. Er warnte vor "Dschihadisten" und "Schläferzellen" unter den Flüchtlingen.

Tschechien gewährte 2015 71 Menschen Asyl

Außerdem warf der 71-jährige Zeman der EU vor, auf ganzer Linie versagt und Zeit mit "unendlichem Geschwätz" verloren zu haben.

Zeman hatte in den letzten Monaten wiederholt mit islamfeindlichen Äußerungen für Empörung gesorgt. Erst vor einer Woche hatten in Prag 1500 Menschen gegen den Islam demonstriert.

Tschechien gewährte 2015 nur 71 Menschen Asyl.

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