François Fillon | Bildquelle: dpa

Fillon contra Le Pen? Ein enges Rennen

Stand: 28.11.2016 11:50 Uhr

Wer wird Frankreich künftig regieren? In einer ersten Runde der Wahl würden sich der Republikaner Fillon und die rechtspopulistische Le Pen wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. In einer zweiten hat er aber deutliche Siegchancen, so ARD-Korrespondent Mathias Werth.

Wenn am nächsten Wochenende Frankreichs Präsident gewählt werden würde, dann hätte der gerade bei den Konservativen siegreiche François Fillon in der ersten Runde ein knappes Rennen zu erwarten, so ARD-Korrespondent Mathias Werth bei tagesschau24. In einer ersten Runde würde Fillon knapp gegen Marine Le Pen und ihren Front National gewinnen. Die regierenden Sozialisten von Präsident François Hollande kämen nur auf neun Prozent, so eine aktuelle Umfrage.

François Fillon nach seinem Sieg in der ersten Runde der Vorwahlen bei Frankreichs Konservativen. | Bildquelle: AFP
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Umfragen zufolge wäre es bei Präsidentschaftswahlen in einer ersten Runde knapp für Fillon.

Front-National-Chefin Marine Le Pen
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In einer zweiten würde Front-National-Chefin Marine Le Pen voraussichtlich verlieren.

Bei einer Stichwahl könnte Fillon allerdings auf einen deutlichen Sieg hoffen. Die Wahlforscher sehen ihn bei 67 Prozent, Le Pen bekäme ein Drittel der Stimmen. Allerdings sei das nur eine Momentaufnahme, so Werth, die vor allem vor dem Hintergrund der gerade gelaufenen Abstimmung bei den Konserverativen zu sehen sei.

Fillon - der wirksame Gegner

Doch was ist das Geheimnis des Erfolgs von Fillon? Nach Einschätzung von Werth hat der konservative Präsidentschaftsbewerber mit seinen Überzeugungen gepunktet. Fillons Sozialpolitik könne allerdings auch Futter für die Rechtsextremen liefern. Denn Fillon plant die Abschaffung der 35-Stunden-Woche, will Stellen kürzen. Vorhaben wie diese könnten ihn im linken Lager schwer durchsetzbar machen. Fillon sei vor allem von Wohlhabenden gewählt worden. Ihnen stellt der Politiker unter anderem die Abschaffung der Vermögenssteuer in Aussicht.

Mathias Werth, ARD Paris, zur Wahl Fillons
tagesschau24 11:00 Uhr, 28.11.2016

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Das Geheimnis seines Erfolges

Wie überraschend ist es, dass Fillon nun als aussichtsreicher Spitzenkandidat für die Republikaner ins Rennen geht? Viele Beobachter habe zumindest der Sieg Fillons in der ersten Runde der konservativen Kandidatenkür überrascht, so Werth. Seine gemäßigte Stimme, seine ruhige Art haben Fillon geholfen, gegen den ursprünglichen Favoriten und Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy zu punkten. Fillon sei der Gegenentwurf zu Sarkozy und habe diesen mit seinem gelassenen Auftreten überrannt.

Hollande und Valls
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Unklar ist, wer für die Sozialisten ins Rennen geht - Präsident Hollande und Ministerpräsident Valls sind sich uneinig.

Und die Sozialisten?

Für die löst das Abschneiden Fillons Schnappatmung aus, schildert Werth. Die Dynamik der konservativen Vorwahlen, die große Unterstützung in der Bevölkerung, setze die Regierungspartei unter Zugzwang. Das bedeutet für Beobachter in Frankreich auch, dass Hollande sich bald erklären muss. Zieht er zurück? Regierungschef Manuel Valls hat Hollande dazu aufgefordert. Daraufhin heißt es nun von Hollandes Seite: Wenn Valls seinen Hut in den Ring werfe, wenn er als Präsidentschaftskandidat ins Rennen gehen wolle, müsse er seinen Stuhl als Ministerpräsident Frankreichs räumen.

Über dieses Thema berichteten tagesschau24 am 28. November 2016 um 11:00 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.

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