Symbolbild zur Cyberattacken | Bildquelle: dpa

Hintergrund Was sind Fake News?

Stand: 12.12.2016 13:41 Uhr

Ist die Nachricht echt oder frei erfunden? Was sind Fake News? Was ist Spear Phishing? Und was könnte beides für die Bundestagswahl 2017 bedeuten? Deutsche Politiker warnen vor gezielter Manipulation.

Von Evi Seibert, ARD-Hauptstadtstudio

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, durch Meinungsmache den Bundestagswahlkampf  von außen zu beeinflussen. Beide haben schicke englische Namen: Fake News und Spear Phishing. Auf Deutsch: Lügenmärchen und Datenklau.

Erfinden von Nachrichten im Netz

Methode eins, also das Erfinden von Nachrichten, macht gerade aktuell Schlagzeilen. Die Grünen-Politikerin Renate Künast wurde auf Facebook zitiert mit einem Kommentar über den Freiburger Mädchenmörder. Als Quelle wurde die "Süddeutsche Zeitung" angegeben. Weder Künast noch die Zeitung  haben mit diesem Zitat irgendetwas zu tun. Trotzdem war es mehrere Tage bei Facebook nachzulesen, obwohl das Unternehmen darauf hingewiesen wurde, dass es sich um Fake News handelt. Deswegen geht Künast jetzt rechtlich gegen Facebook vor.

Noch viel größere Wellen gab es im Fall Lisa - das angeblich vergewaltigte russische Mädchen in Berlin. Das führte sogar zu Spannungen zwischen dem russischen und dem deutschen Außenminister und zu Demonstrationen empörter Bürger in Berlin.  Dies zeigt, wie schnell solche falschen Nachrichten Stimmung machen können.

Die Entstehung von Fake News und ihre schnelle Verbreitung
tagesthemen 22:15 Uhr , 12.12.2016, Michael Mandlik, ARD Wien

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Gezielter Datenklau im Netz

Der zweite Weg, solche Stimmungen im Wahlkampf zu manipulieren geht über Spear Phishing, also gezielten Datenklau. So geschehen bei einer Hackerattacke auf den Bundestag. Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass diese Informationen jetzt gesichtet und bewertet werden. Und wenn es dann zum Beispiel irgendetwas Kompromittierendes in irgendeiner Mail gibt, wird dies gezielt im Wahlkampf veröffentlicht, um den jeweiligen Politiker zu diskreditieren.

Verfassungsschutz Chef Hans-Georg Maaßen glaubt, dass das eine reale Gefahr für Regierungsmitglieder, Parteien und Bundestagsabgeordnete ist. Seit Monaten verzeichnet seine Behörde einen eklatanten Anstieg  solcher Cyberattacken, Tendenz weiter steigend. Und ähnlich wie in den USA vermuten auch die deutschen Sicherheitsbehörden die Russen hinter diesen Angriffen.

Spezialeinheit "Cyberattacken"

Um gegenzusteuern rüsten auch die deutschen Behörden auf. Es wird eine Spezialeinheit "Cyberattacken" geben. Sie ist Teil der neuen Cyber-Sicherheitsstrategie der Regierung, die Innenminister Thomas de Maiziere im Juni in Teilen vorgestellt hat. Und der Verfassungsschutz macht gerade ganz untypisch Öffentlichkeitsarbeit statt Heimlichtuerei. Ziel ist, die Bevölkerung aufzuklären, nicht auf alle Meldungen hereinzufallen und  IT-Systeme und Computerzugänge zu schützen. 

Angst vor Manipulationen im Wahlkampf
E. Seibert, ARD Berlin
12.12.2016 12:28 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Dezember 2016 um 14:00 Uhr.

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