Flughäfen wegen Aschewolke dicht Tausende Touristen auf Bali sitzen fest

Stand: 10.07.2015 14:45 Uhr

Seit Ende Juni ist der Vulkan Mount Raung in Indonesien aktiv, nun sorgen Aschewolken für Probleme: Der Flughafen der Insel Bali musste vorläufig geschlossen werden, weitere Airports sind betroffen. Tausende Urlauber sitzen fest.

Aschewolken eines seit Wochen aktiven Vulkans in Indonesien haben zur Schließung des internationalen Flughafens auf der Urlauberinsel Bali geführt. Mehr als 350 Flüge wurden gestrichen, teilte ein Flughafensprecher mit. Etwa 47.000 Touristen seien betroffen. Hunderte Reisende campierten im Flughafengebäude in der Hoffnung, Informationen über das weitere Vorgehen zu erhalten.

Touristen auf einem Flughafen auf Bali | Bildquelle: dpa
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Campieren am Airport: noch ist unklar, wann es weitergeht.

Weitere Flughäfen dicht

Nach Behördenangaben sind aus Sicherheitsgründen vier weitere Flughäfen geschlossen, darunter auch der internationale Flughafen auf der Nachbarinsel Lombok. Ob sie am Samstag den Betrieb wieder aufnehmen, ist unklar. Die Lage werde regelmäßig überprüft, sagte ein Ministeriumssprecher. Mehrere Fluggesellschaften verlegten geplante Flüge vorsorglich auf Sonntag und die kommenden Tage. Airlines kündigten zusätzliche Flüge an, sobald sich die Lage wieder entspannt habe.

Auf Bali herrscht Hochsaison. In Australien sind Schulferien. Für tausende Familien ist die indonesische Insel ein naheliegendes Ziel, um dem Winter auf der Südhalbkugel zu entfliehen. Ein Viertel der mehr als drei Millionen Besucher im Jahr kommt aus Australien. Deutsche machen nach Angaben der Tourismusbehörde nur zwei Prozent der Feriengäste aus.

Über dem Vulkan Mount Raung ist eine Aschewolke zu sehen | Bildquelle: AP
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Seit Juni aktiv: der Vulkan Mount Raung

Alarmbereitschaft, aber keine Evakuierungen

Der rund 3300 Meter hohe Vulkan liegt etwa 150 Kilometer westlich von Bali und ist seit Juni aktiv. Die Aschefontäne in der Nacht zu Freitag war besonders groß. Die Behörden lösten Alarmbereitschaft aus. Evakuierungen gab es bislang nicht. Der Vulkan war im vergangenen Jahr schon einmal ausgebrochen. Opfer gab es dabei nicht. Indonesien hat mehr als 130 aktive Vulkane.

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