Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking | Bildquelle: AFP

Chinas Herausforderung Wachsen trotz Schulden

Stand: 03.03.2017 13:53 Uhr

Wirtschaftswachstum steht ganz oben auf Chinas Agenda, wenn 3000 Abgeordnete, Funktionäre und Kader zum Volkskongress zusammen kommen. Ein Wirtschaftsplus von 6,5 Prozent ist das Ziel - trotz Schuldenlast, Kapitalflucht und möglichen Handelskonflikten.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Politische Konsultativkonferenz und Volkskongress - so unsexy diese beiden Veranstaltungen auch klingen mögen, sie sind zumindest offiziell der wichtigste politischen Doppeltermin des Jahres in China. Mehr als 3000 so genannte Abgeordnete, Funktionäre und Kader sprechen und entscheiden ab diesem Wochenende über die politische Agenda des Landes. Sie sprechen vor allem über die wirtschaftspolitische Agenda. So wird Regierungschef Li Keqiang am Sonntag das offizielle Wachstumsziel des Landes verkünden. Der Wert dürfte wieder bei rund 6,5 Prozent liegen.

Der Volkskongress in China
03.03.2017, Tina Petersen, ARD-aktuell

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Große Herausforderungen

Auch wenn, anders in den vergangenen Jahren, eine Krisenstimmung nicht offen zu spüren ist: Die Herausforderungen für China sind enorm. Die steigende Schuldenlast, der nur schleppende Umbau des Wirtschaftssystems, Kapitalflucht, das verkrustete System der Staatskonzerne, mögliche Handelskonflikte mit den USA - die Liste der Herausforderungen ist lang.

Aufhorchen ließen in den vergangenen Wochen drei wichtige Personalentscheidungen. Chinas Führung benannte einen neuen Handelsminister, einen neuen Chef der einflussreichen Entwicklungs- und Reformkommission und mit Guo Shuqing auch einen neuen Leiter der Bankenaufsicht. Guo gilt als ausgewiesener Wirtschaftsfachmann. Er soll das unübersichtliche System zahlreicher Schattenbanken und dubioser Finanzanbieter auf Vordermann bringen.

Die Nachbarn machen Sorgen

Auch wenn die Wirtschaft die politische Agenda Chinas bestimmt: Die Staatsführung in Peking hat es dieses Jahr auch mit anderen Themen zu tun. Der Nachbar Nordkorea provoziert mit Atom- und Raketentests. Mit Südkorea liegt man wegen eines umstrittenen US-Raketenabwehrsystems im Klinsch. In der Sonderverwaltungszone Hongkong kämpfen aufmüpfige Polit-Aktivisten für Unabhängigkeit. Und im Nordwesten Chinas, in Xinjiang, sorgen islamistische Extremisten für Ärger. Es gibt also genug zu diskutieren bis Mitte März.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 03. März 2017 um 11:00 Uhr.

Darstellung: