88-Jährige litt an Demenz Astronomin Vera Rubin gestorben

Stand: 27.12.2016 03:10 Uhr

Die für ihre Forschungen zur Rotation von Galaxien und zu Dunkler Materie bekannt gewordene Wissenschaftlerin Vera Rubin ist tot. Sie wurde 88 Jahre alt. Rubin war das zweite weibliche Mitglied der US-Akademie der Wissenschaften.

Die US-Astronomin Vera Rubin ist tot. Die Forscherin, die mit Arbeiten zur Rotation von Galaxien und zu Dunkler Materie bekannt wurde, sei 88-jährig gestorben, sagte ihr Sohn Allan. Seine Mutter sei seit mehreren Jahren an Demenz erkrankt gewesen.

Rubin fand heraus, dass Galaxien nicht mit der aufgrund vorheriger Beobachtungen angenommenen Geschwindigkeit um ihr Zentrum rotieren. Dies galt als starkes Argument für die Richtigkeit der Theorie der unsichtbaren Dunklen Materie. Diese macht bis zu 27 Prozent des Universums aus - nur fünf Prozent sind normale Materie.

Zweite Frau an der US-Akademie der Wissenschaften

Während ihrer Karriere untersuchte sie mehr als 200 Galaxien. Rubins wissenschaftliche Arbeiten wurden mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Unter anderem wurde sie 1981 in die US-Akademie der Wissenschaften gewählt - als zweite Frau überhaupt. Der damalige US-Präsident Bill Clinton verlieh ihr 1993 die National Medal of Science.

Rubin entdeckte bereits als junges Mädchen die Astronomie für sich. Ihr Vater Philip Cooper förderte ihr Interesse, baute ihr ein Teleskop und begleitete sie auf Treffen von Amateur-Astronomen. 1948 schloss Rubin am Vassar College ein Studium der Astronomie ab. Ihren Master machte sie an der Cornell University bevor sie an der Georgetown University in Washington promovierte wo sie auch mehrere Jahre arbeitete. Später forschte sie am Carnegie Institut in Washington D.C..

Vera Rubin | Bildquelle: AP
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Vera Rubin (1928-2016) auf einem Foto aus den 1970er-Jahren

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Dezember 2016 um 04:00 und 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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