Ein maskierter Demonstrant steht vor einem angezündeten Autowrack, das eine Straße blockiert. | Bildquelle: REUTERS

Venezuela Erneut Tote bei Protesten

Stand: 25.04.2017 03:41 Uhr

Ein weiteres Mal sind Teilnehmer von Protesten in Venezuela durch Schüsse getötet worden: Ein Anhänger und ein Gegner von Präsident Maduro kamen ums Leben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Massendemonstrationen Anfang April auf mindestens 23.

Bei Protesten in Venezuela sind erneut mindestens zwei Menschen getötet worden. Sowohl ein Befürworter von Präsident Nicolás Maduro als auch ein Oppositionsanhänger sollen durch Schüsse tödlich verletzt worden sein. Damit stieg die Zahl der Todesopfer, die bei den seit Anfang April andauernden Massenprotesten oder bei Unruhen ums Leben gekommen waren, auf mindestens 23.

Die Opposition hatte für Montag zu landesweiten Protesten mit Straßenblockaden aufgerufen. Zehntausende Menschen beteiligten sich. In mindestens zwölf Städten kam es zu Sitzprotesten. In der Hauptstadt Caracas nutzten Einsatzkräfte erneut Tränengas, um gegen Demonstranten vorzugehen. Einige Protestierende hatten ihre Gesichter verhüllt und warfen Steine auf Polizisten. In den meisten Gegenden von Caracas blieb es jedoch während der Sitzblockaden friedlich.

Erneut Ausschreitungen bei Protesten in Venezuela
tagesschau 09:00 Uhr, 25.04.2017

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Gegenseitige Schuldzuweisungen

In der Stadt Mérida im Westen des Landes wurde nach Angaben des Menschenrechtsbeauftragten der Regierung, Tarek William Saab, ein Anhänger Maduros durch einen Schuss in den Hals getötet. Zudem seien vier Teilnehmer einer Demonstration für die Regierung des Landes schwer verletzt worden. Saab machte die Opposition verantwortlich.

Die Opposition hingegen berichtete, dass ein Regierungsgegner in der Stadt Barinas erschossen worden sei. Die Schüsse hätten sozialistische "Paramilitärs" abgefeuert.

Seit Anfang April kommt es in Venezuela zu Massenprotesten, nachdem der mit regierungstreuen Mitgliedern besetzte Oberste Gerichtshof des Landes Ende März das Parlament entmachtet hatte, um die Opposition kaltzustellen. Die Entscheidung wurde zwar wieder zurückgenommen, doch die Opposition spricht noch immer von einem "Staatsstreich" der Regierung.

Dialog? Das wird schwierig

Sie fordert die Entmachtung von Präsident Maduro, den sie für die schwere, in Venezuela herrschende wirtschaftliche Krise verantwortlich macht. Maduros Amtszeit endet regulär erst 2018. Außerdem fordert die Oppositionsseite, Regionalwahlen abzuhalten. Am Wochenende hatte Maduro sich grundsätzlich bereiterklärt, Regionalwahlen zuzulassen - einen möglichen Termin nannte er allerdings nicht. Er appellierte jedoch an die Opposition, den Dialog mit der Regierung wieder aufzunehmen, um die Proteste zu beenden.

Doch die Fronten sind verhärtet, auch weil die Opposition der Regierung vorwirft, Teilnehmer der Proteste gezielt von Milizen erschießen zu lassen. Nach Angaben einer Anwaltsvereinigung wurden zudem seit Ausbruch der Proteste vor drei Wochen fast 1300 Menschen festgenommen.

Bislang sind mindestens 23 Menschen bei den Ausschreitungen oder bei Unruhen ums Leben gekommen. Erst Ende der vergangenen Woche waren in der venezolanischen Hauptstadt Caracas zwölf Menschen getötet worden. Die meisten starben aber durch Stromschläge eines Elektrozauns, als sie in einer Bäckerei einen Kühlschrank stehlen wollten.

Massenproteste in Venezuela halten an
tagesschau24 10:00 Uhr, 25.04.2017, Xenia Böttcher, ARD Mexiko-Stadt

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. April 2017 um 02:07 Uhr.

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