Hillary Clinton | Bildquelle: AP

Ärztin attestiert gute Gesundheit Clinton meldet sich im Wahlkampf zurück

Stand: 15.09.2016 08:32 Uhr

Nach drei Tagen Ruhe will die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton heute wieder in den Wahlkampf einsteigen. Trotz der "leichten Lungenentzündung" gab ihre Ärztin grünes Licht - und überhaupt: Clinton sei generell "fit genug, um als Präsidentin zu dienen".

Drei Tage Ausruhen müssen reichen. Hillary Clinton kehrt heute wieder in den Wahlkampf um die US-Präsidentschaft zurück. Es sind noch 54 Tage bis zur Wahl - keine Zeit zu verlieren. Die ersten Auftritte: Eine Rede in Greensboro in North Carolina und eine Gala eines Kongressinstituts für Hispanics - dort ist die Kandidatin heute zusammen mit Präsident Barack Obama auf Stimmenfang bei den Latinos.

Clintons persönliche Ärztin Lisa Bardack hat dagegen nichts einzuwenden und grünes Licht gegeben: Trotz ihrer Erkrankung an einer "leichten, nicht ansteckenden" Lungenentzündung sei Clinton fit genug für den Wahkampf. Ursache der Krankheit sei eine Allergie gewesen, die sich zu Husten und einer Infektion ausgewachsen habe. Clinton sei deswegen vor knapp zwei Wochen zu ihr gekommen. Damals habe sie leichtes Fieber, Blutandrang und Ermüdungserscheinungen gehabt. Sie nehme jetzt zehn Tage lang ein Antibiotikum. Ihre Genesung schreite voran.

"Fit genug, zu dienen"

Die 68-Jährige "bleibt weiterhin gesund und fit genug, um als Präsidentin der Vereinigten Staaten zu dienen", schrieb Bardack in einem zweiseitigen Update zur Gesundheit der früheren Außenministerin. Ihre Werte seien "normal" und sie sei in "exzellenter geistiger Gesundheit".

Die Kandidatin hatte bei der Gedenkfeier für die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York am Sonntag einen Schwächeanfall erlitten. Sie hatte die am Freitag diagnostizierte Lungenentzündung nicht unmittelbar bekanntgemacht, was ihr den Vorwurf der Heimlichtuerei eintrug.

Trump legt Gesundheitsbericht vor

Der Gesundheitszustand der demokratischen Kandidatin und der ihres 70-jährigen republikanischen Rivalen Donald Trump sind längst zum Thema im Wahlkampf geworden: Das Interesse der Amerikaner an der Gesundheit ihres möglichen Präsidenten ist groß. Trump fühlt sich durch Clintons aktuelle Erkrankung in seiner Meinung bestärkt, die Demokratin sei den Belastungen einer Präsidentschaft körperlich nicht gewachsen. Doch auch Trump ist aufgrund seines Alters in Zugzwang, fiel doch sein erster Gesundheitsbericht noch knapper aus als der von Clinton. Heute will er in einer Fernsehsendung ein neues Gutachten seines Arztes vorlegen.

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Mit Informationen von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. September 2016 um 09:00 Uhr.

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