Floppy Disk  | Bildquelle: picture-alliance

Bericht zu Technik der US-Regierung Alt, schlecht und teuer

Stand: 26.05.2016 05:01 Uhr

Die Atomstreitkräfte und das Finanzministerium der USA benutzen laut US-Rechnungshof teilweise noch vollkommen veraltete Computer: Die überalterte Technik koste viel Geld, das besser in moderne Systeme investiert werden solle.

Von Sabrina Fritz, ARD-Studio Washington

Die USA sind Weltmarktführer bei Informationstechnologie. Das Land hat IBM, Google und Apple erfunden, aber die eigene Regierung arbeitet mit Computern, die museumsreif sind. Das bemängelt nun ein Bericht des amerikanischen Rechnungshofes. Milliarden Dollar würden verschwendet, um veraltete Systeme am Laufen zu halten.

Im US-Verteidigungsministerium zum Beispiel würden Computer aus den 1970er-Jahren verwendet, die noch mit einer Floppy Disk arbeiten - einer Magnetscheibe, die Informationen speichert. Die Abteilung koordiniert die Funktionsfähigkeit der amerikanischen Atombomben.

50 Jahre alte Software

Das Finanzministerium arbeitet teilweise mit einem System, das über 50 Jahre alt ist: "Die alte Computersprache sei schwer zu erhalten", schreiben die Prüfer. Auch im US-Sozialministerium wird teilweise noch mit COBOL programmiert. Der Kongress müsste neues Geld für eine Modernisierung bewilligen.

Dort hat man zwar das Problem erkannt, sieht aber nicht woher das Geld kommen soll. "Erst muss bewiesen werden, dass neue Geräte Geld sparen", sagte der zuständige Ausschussvorsitzende, Jason Chaffetz, Republikaner aus Utah. Auch Präsident Obama telefoniert im Weißen Haus immer noch teilweise mit Schnur am Ohr.

US-Präsident Obama telefoniert | Bildquelle: picture alliance / dpa
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US-Präsident Obama telefoniert noch nicht schnurlos.

Rechnungshofbericht: US-Regierung technisch teilweise hinterm Mond
S. Fritz, ARD Washington
26.05.2016 03:50 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. Mai 2016 um 04:00 Uhr

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