Sean Spicer  | Bildquelle: REUTERS

Vorwurf der US-Regierung Droht weiterer Giftgasangriff in Syrien?

Stand: 27.06.2017 05:56 Uhr

Neue Warnungen aus den USA in Richtung Syrien: Die Regierung unter Machthaber Assad bereite einen weiteren Angriff mit Giftgas vor, hieß es vom Sprecher des Weißen Hauses, Spicer. Er drohte mit schweren Konsequenzen, sollte sich diese Befürchtung bewahrheiten.

Nicht einmal drei Monate liegt der Giftgas-Angriff auf die syrische Stadt Chan Scheichung zurück. Mehr als 80 Menschen kamen durch die Attacke ums Leben. Nun könnte aus Sicht der USA ein weiterer solcher Angriff in Syrien drohen.

Wie der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, in einer Mitteilung bekannt gab, habe die US-Regierung "potenzielle" Hinweise darauf, dass die syrische Regierung unter Machthaber Bashar al-Assad einen Angriff mit Chemiewaffen vorbereite, der zum Massenmord von Zivilisten, darunter unschuldige Kinder, führen könne. Es seien ähnliche Vorbereitungen wie vor dem Giftgaseinsatz im April.

Westen macht Assad verantwortlich

Sollte es zu einem weiteren Angriff kommen, würden Assad und seine Truppen einen "hohen Preis" bezahlen, warnte Spicer.

Der Westen macht die syrische Regierung für den Giftgaseinsatz in Chan Scheichun verantwortlich, auch Deutschland. Der Bundesnachrichtendienst belegte diese Ansicht durch die Analyse von Bodenproben, die vor Ort entnommen worden waren.

Assad bestreitet jedoch, für den Angriff verantwortlich zu sein. Die USA hatten als Reaktion einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe mit einem Raketenangriff zerstört.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Juni 2017 um 05:30 Uhr.

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