Ein US-Militärfahrzeug transportiert Teile des THAAD-Raketenabwehrsystems | Bildquelle: AFP

Bedrohung durch Nordkorea USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf

Stand: 26.04.2017 04:11 Uhr

Das US-Militär hat mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. Außerdem schickten die USA ein atomgetriebenes Raketen-U-Boot in die südkoreanische Küstenstadt Busan. Nordkorea zeigte sich unbeeindruckt.

Das US-Militär hat mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. Wie die Agentur Yonhap berichtete, wurden die ersten Container mit Bauteilen des Systems THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) auf ein Gelände in der Provinz Gyeongsang gebracht.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, die USA arbeiteten mit Südkorea zusammen, um die Aufstellung des "defensiven" THAAD-Systems so schnell wie möglich abzuschließen. Der Einsatz des Systems diene dazu, Südkorea vor Bedrohungen durch nordkoreanische Raketen zu verteidigen. Die USA hatten die geplante Stationierung des THAAD-Systems zuvor angekündigt.

US-Raketenabwehrsystem von Demonstrationen empfangen
Uwe Schwering, ARD Tokio, 26.04.2017

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China sieht Interessen bedroht

Nach zwei Atomversuchen und zahlreicheichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr ist die Lage in der Region sehr angespannt. Südkorea und die USA gehen davon aus, dass die kommunistische Regierung in Pjöngjang derzeit einen weiteren Atomtest vorbereitet und erneut ballistische Raketen testen wird.

Die chinesische Regierung sieht durch THAAD ihre Sicherheitsinteressen bedroht, weil das weitreichende Frühwarnsystem auch Pekings Raketenpotenzial erfassen und seine Fähigkeit beeinträchtigen könnte, Militärschläge gegen US-Streitkräfte im Pazifik auszuführen.

Bereits am Dienstag legte das atomgetriebene Raketen-U-Boot "USS Michigan" in der südkoreanischen Küstenstadt Busan an, während Nordkorea offiziell den 85. Gründungstag der Streitkräfte mit massiven Schießübungen beging und mit "atomaren Erstschlägen" drohte. Auch die südkoreanischen und amerikanischen Seestreitkräfte hielten gemeinsam Schießübungen ab. 

"Nur ein Hafenbesuch"

Das Einlaufen der "USS Michigan" in Busan bezeichnete die US-Marine als Hafenbesuch. Das mit Tomahawk- Marschflugkörpern ausgerüstete U-Boot habe nicht an den gemeinsamen Seemanövern mit Südkorea am Dienstag vor der West- und Ostküste teilgenommen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul.

Nordkoreas Volksarmee nahm den Gründungstag ebenfalls zum Anlass, Stärke zu zeigen und den Ton zu verschärfen. Das südkoreanische Verteidigungsministerium bestätigte Medienberichte, wonach Nordkorea an der Ostküste nahe Wonsan umfangreiche Schießübungen mit Artilleriegeschützen abhielt. Bei einem "nationalen Treffen"am Vorabend des Armee-Jubiläums sagte der nordkoreanische Streitkräfteminister Pak Yong Sik nach Berichten der Staatsmedien, dass Nordkorea auf militärische Aktionen der USA vorbereitet sei.

Über dieses Thema berichteten am 26. April 2017 die tagesschau um 05:25 Uhr und NDR Info um 07:15 Uhr in den Nachrichten.

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