Russlands Präsident Wladimir Putin und sein US-Kollege Barack Obama (Juni 2012) | Bildquelle: picture alliance / dpa

Ausweisung durch Obama Russische Diplomaten verlassen USA

Stand: 02.01.2017 03:25 Uhr

72 Stunden hatte US-Präsident Barack Obama 35 russischen Diplomaten gegeben, die Vereinigten Staaten zu verlassen. Nun haben die mutmaßlichen Agenten fristgerecht die Heimreise gen Moskau angetreten.

Die von den USA ausgewiesenen 35 russischen Diplomaten haben die Heimreise nach Moskau angetreten. Wie die russische Botschaft in Washington erklärte, verließen die zu "unerwünschten Personen" erklärten Botschaftsmitarbeiter und ihre Angehörigen - insgesamt 96 Menschen - die US-Hauptstadt in einer vom Kreml entsandten Sondermaschine.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte, dass die Russen die Vereinigten Staaten verlassen hätten. Damit hielten sie die 72-Stunden-Frist ein, die US-Präsident Barack Obama ihnen am Donnerstag zum Verlassen des Landes eingeräumt hatte.

Strafmaßnahme für angebliche Cyber-Attacken

Obama hatte die Ausweisung als Strafmaßnahme für russische Cyber-Attacken im US-Präsidentschaftswahlkampf auf Kosten seiner Demokratischen Partei bezeichnet. Sie traf russische Diplomaten, die zugleich für den Geheimdienst ihres Landes gearbeitet haben sollen.

Obamas designierter Nachfolger Donald Trump äußerte erneut Zweifel an entsprechenden US-Geheimdiensterkenntnissen. Wer solche "schwerwiegenden" Vorwürfe gegen Russland erhebe, müsse "sicher sein", sagte er. Trump tritt am 20. Januar Obamas Nachfolge an. Er setzt sich für engere Beziehungen zu Moskau ein, was der Kreml wiederholt begrüßte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. Januar 2017 um 4:35 Uhr.

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