Schiff der US-Küstenwache erreicht vor Florida Flüchtlingsschiff aus Kuba | Bildquelle: AP

USA ändern Politik Ob trocken oder nass - zurück nach Kuba

Stand: 13.01.2017 07:47 Uhr

Kubanische Flüchtlinge, die die USA "trockenen Fußes" über Land erreichten, konnten bislang Asyl beantragen. Diese Sonderregelung hat US-Präsident Obama abgeschafft. Sie werden künftig abgeschoben - wie diejenigen, die auf See aufgegriffen wurden.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama beendet eine Regelung, durch die kubanische Bootsflüchtlinge Asyl in den USA beantragen konnten. Ab sofort würden kubanische Staatsangehörige, die illegal einreisten und nicht unter humanitären Schutz fielen, zurückgeschickt, teilte Obama mit. Sie würden damit so behandelt wie Migranten aus anderen Ländern. Obama sagte weiter, mit diesem Schritt sollten die Beziehungen zu Kuba normalisiert werden.

Nach der als "Wet foot, dry foot" bekannt gewordenen Politik durften Flüchtlinge, die die USA über Land - also "trockenen Fußes" - erreichten, dort Asyl beantragen. Wurden die ohne Papiere einreisenden Migranten hingegen auf dem Wasser aufgegriffen, schickten die US-Behörden sie nach Kuba zurück.

Die Regelung stammte aus dem Jahr 1995. Kuba hatte sie immer wieder kritisiert. Beide Länder hatten Ende 2014 völlig überraschend eine Wende in ihrem jahrzehntelang zerrütteten Verhältnis eingeleitet.

Bootsflüchtlinge aus Kuba | Bildquelle: AP
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Flüchtlinge aus Kuba wagen die Fahrt übers Meer häufig auf Booten in einem abenteuerlichen Zustand.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 13. Januar 2017 um 10:09 Uhr

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