Cyberattacken auf US-Banken US-Justiz klagt sieben Iraner an

Stand: 24.03.2016 16:47 Uhr

Hacker sind zwischen 2011 und 2013 in die Computer großer US-Banken eingedrungen. Mehrfach haben sie versucht, große Datenmengen herunterzuladen. Die US-Behörden gehen davon aus, dass sie wissen, wer hinter den Cyberattacken steckt: Sie erhoben Anklage gegen sieben Iraner.

Die US-Justiz hat sieben Iraner wegen Cyberattacken auf zahlreiche Banken und Unternehmen in den Vereinigten Staaten angeklagt. Außerdem soll einer der mutmaßlichen Hacker in das Computersystem eines Staudamms nahe New York eingedrungen sein, wie aus der Anklageschrift hervorgeht.

US-Justizministerin Loretta Lynch | Bildquelle: REUTERS
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"Unnachgiebig und systematisch" seien die Hackerangriffe gewesen, sagte US-Justizministerin Lynch auf der Pressekonferenz.

Die Angeklagten seien bei Computerfirmen mit Verbindungen zur Regierung in Teheran und zu den iranischen Revolutionsgarden tätig gewesen, heißt es weiter. Die Cyberattacken begannen den Angaben zufolge im Dezember 2011. Zwischen September 2012 und Mai 2013 hätten die mutmaßlichen Hacker dann fast wöchentlich Ziele angegriffen.

Lynch: Schaden in zweistelliger Millionenhöhe

Unter den betroffenen Finanzinstituten seien die Bank of America, J.P. Morgan Chase und die Citibank gewesen, teilte US-Justizministerin Loretta Lynch auf einer Pressekonferenz mit. Die Angriffe seien "unnachgiebig, systematisch und weit verbreitet" gewesen, fügte sie hinzu. Insgesamt sei ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden.

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