Michael Flynn (links) mit seinem nun entlassenen Sohn | Bildquelle: AP

Flynn jr. muss gehen Trump entlässt Berater wegen "Fake News"

Stand: 07.12.2016 09:09 Uhr

Selbst absurdeste Verschwörungstheorien verbreiten sich im Internet. So wie diese: Hillary Clinton steuert aus einer Pizzeria einen Pädophilenring. Diese Lüge verbreitete auch Michael G. Flynn jun. weiter. Das kostete den Trump-Berater nun den Job.

Weil Michael G. Flynn junior im Internet eine Verschwörungstheorie verbreitet hatte, hat ihn der designierte US-Präsident Donald Trump aus seinem Übergangsteam geschmissen. Das bestätigte der designierte Vizepräsident Mike Pence dem US-Nachrichtensender CNN. "Wir richten unseren Blick nach vorn", sagte Pence.

Der 33-jährige Flynn, Sohn des künftigen Sicherheitsberaters von Trump, hatte wiederholt Falschmeldungen über Hillary Clinton verbreitet. Dabei ging es um den sogenannten "Pizzagate"-Fall. Im Wahlkampf war Clinton von ihren Gegnern vorgeworfen worden, Chefin eines Pädophilenrings zu sein, der sich in einem beliebten Pizzarestaurant in Washington treffe. Aufgrund der falschen Behauptung, die auf rechten Seiten und in sozialen Netzwerken kursierte, hatte ein Mann am Sonntag in dem Restaurant "Comet Ping Pong" mindestens einen Schuss abgegeben. Flynn hatte noch nach dem Vorfall auf Twitter geschrieben: "Bis sich #Pizzagate als falsch herausstellt, bleibt es eine Geschichte."

Michael Flynn mit seinem Sohn Michael G. Flynn im Trump Tower | Bildquelle: AP
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Michael Flynn mit seinem Sohn Michael G. Flynn im Trump Tower.

Trump distanziert sich von "Fake News"

Diese Haltung kostete ihn nun den Job. Sein Vater bleibt weiterhin Teil des Übergangsteams. Auch er ist für kontroverse Aussagen in sozialen Medien bekannt. Vor der US-Wahl hatte Michael Flynn ebenfalls Links zu dem angeblichen "Pizzagate"-Fall verbreitet. Der Rauswurf des Sohnes nährt nun auch Zweifel an der Eignung des Vaters: "Der Nationale Sicherheitsberater sollte einen mäßigenden Einfluss auf die Instinkte des Präsidenten haben. Wir werden sehen, ob Mike das leisten kann", sagte der ehemalige Direktor der CIA und des Geheimdienstes NSA, Michael V. Hayden, der "New York Times".

Trumps Berater distanzierten sich entschieden von der Flut  der "Fake News" wie "Pizzagate".

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Februar 2017 um 23:50 Uhr.

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