Jill Stein | Bildquelle: AP

Antrag zurückgezogen Keine Neuauszählung in Pennsylvania

Stand: 04.12.2016 04:01 Uhr

Hauchdünn war der Vorsprung Trumps in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin vor Clinton. Deswegen hatte die Grünen-Kandidatin Jill Stein Anträge auf Neuauszählung in den drei Staaten gestellt. Jetzt zog sie den für Pennsylvania wieder zurück. Die Überprüfung sei zu teuer.

Die Grünen-Präsidentschaftskandidatin Jill Stein hat ihren Antrag auf eine Neuauszählung der Stimmen im US-Bundesstaat Pennsylvania zurückgezogen. Die geplante Überprüfung des Wahlergebnisses sei zu teuer, begründete die Politikerin im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter ihre Entscheidung.

Wie die "New York Times" meldete, verwies Stein darauf, dass die Unterstützer ihres Anliegens "normale Bürger mit normalen finanziellen Mitteln" seien. "Sie können die vom Gericht geforderte Summe von einer Million Dollar nicht aufbringen", hieß es in einem beim zuständigen Gericht eingereichten Schriftstück der Grünen-Politikerin. Auf Twitter schrieb sie später: "Die Neuauszählung 2016 ist so teuer, weil die gewählten Vertreter es immer abgelehnt haben, in ein dem 21. Jahrhundert angemessenes Wahlsystem zu investieren."

Dr. Jill Stein @DrJillStein
#Recount2016 is so expensive because of elected leaders who have refused to invest in a 21st-century voting system.

Ursprünglich hatte Stein sowohl in Pennsylvania als auch in Michigan und Wisconsin eine Neuauszählung der Stimmen beantragt. Eine Änderung des Gesamtergebnisses zugunsten Clintons war zuletzt aber ohnehin nicht mehr erwartet worden. Faktisch hätte sich wohl das Resultat in allen drei Bundesstaaten ändern müssen, um ihr einen nachträglichen Wahlsieg zu ermöglichen. Bei der US-Wahl waren diese Staaten ausschlaggebend für den Gesamtsieg von Donald Trump.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. Dezember 2016 um 15:00 Uhr.

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