Sendungsbild

Nach Rauswurf droht Klage Für United könnte es teuer werden

Stand: 13.04.2017 08:57 Uhr

Nach dem gewaltsamen Rauswurf aus einem Flugzeug hat der betroffene Passagier die Basis für etwaige Klagen gelegt. Seine Anwälte beantragten die Sicherung von relevanten Dokumenten und Überwachungsvideos.

Der Fluggast, der gewaltsam aus einem Flugzeug der United Airlines geschleppt worden war, hat die Basis für etwaige Klagen gelegt. Die Anwälte von David Dao ersuchten ein Gericht im US-Bundesstaat Illinois, die Sicherung von relevanten Dokumenten und Überwachungsvideos anzuordnen. Dazu gehörten auch Passagierlisten und Tonaufnahmen aus dem Cockpit.

Am Sonntag war Dao mit Gewalt aus einer überbuchten United-Maschine auf dem Großflughafen O'Hare in der Nähe von Chicago gezerrt worden. Das Video zeigt, wie drei Polizisten Dao von seinem Sitzplatz und durch den Gang des Flugzeugs zerren, weil dieser seinen Platz nicht aufgeben wollte. Im Internet wurde es millionenfach geklickt.

Passagier wird gewaltsam aus überbuchtem Flugzeug gezerrt
unkommentiert, 11.04.2017

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

United will keine Polizisten mehr einsetzen

United kündigte mittlerweile an, keine Polizisten mehr einzusetzen, um Passagiere aus voll besetzten Flügen bringen zu lassen. Außerdem will die Fluggesellschaft allen Passagieren, die sich an Bord befanden, eine Entschädigung zahlen. Zudem will das Unternehmen die Handhabe, Fluggäste von überbuchten Flügen auszuschließen, überprüfen, sagte United-Geschäftsführer Oscar Munoz.

Zwei Flughafenpolizisten wurden am Mittwoch beurlaubt. Ein weiterer Polizist war bereits am vergangenen Sonntag vorübergehend vom Dienst freigestellt worden. Er habe sich sehr geschämt, die Videos von dem Vorfall zu sehen, sagte Munoz einem TV-Sender ABC.

"So etwas wird nie wieder passieren"

Munoz entschuldigte sich erneut bei Dao, dessen Familie und anderen Passagieren. "So etwas wird nie wieder auf einem Flug von United passieren. Das ist mein Versprechen", sagte Munoz dem US-Sender ABC. Künftig würden keine Polizisten mehr eingesetzt, um Fluggäste, die bereits geboarded und auf ihren Sitzplätzen sind, zum Aussteigen zu bewegen.

United-Airlines-Vorstandschef Oscar Munoz | Bildquelle: REUTERS
galerie

Gibt sich reumütig: United-Airlines-Vorstandschef Oscar Munoz

Die Fluggesellschaft hatte den Flug von Chicago nach Louisville im US-Staat Kentucky überbucht und benötigte vier freie Sitze für Crew-Mitglieder. Nachdem aber keiner der Fluggäste auf das Angebot, einen späteren Flug zu nehmen - und dafür eine Prämie und eine Nacht im Hotel bezahlt zu bekommen - eingehen wollte, wurden per Zufall Passagiere ausgesucht.

Drei der Ausgesuchten verließen das Flugzeug. Der Vierte war Dao - er weigerte sich. Der Vorfall hatte zu einer Debatte über die gängige Praxis von Fluggesellschaften geführt, Flüge bewusst zu überbuchen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. April 2017 um 17:30 Uhr in der Wirtschaft.

Darstellung: